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Reparaturkosten treffen Verbraucher: Schon 100 Euro für defekte Elektrogeräte bringen viele ans Limit

Wiener Neudorf (OTS) – Reparaturkosten für defekte Elektrogeräte
stellen Österreichs
Haushalte vor Herausforderungen: Jeder fünfte Verbraucher kann
unerwartete Ausgaben nur in Höhe von bis zu 100 Euro problemlos
stemmen – mehr aber oft nicht. Für rund ein Viertel (23 %) sind
wenigstens 200 Euro noch machbar. Und: Fast jeder Zweite (46 %) macht
sich derzeit Sorgen um hohe Rechnungen, wenn Fernseher,
Kaffeemaschine oder Waschmaschine streiken, das hat eine Studie des
Spezialversicherers Wertgarantie ergeben.

Die Erwartung ist eindeutig: Fast drei Viertel (74 %) rechnen
damit, dass die Reparaturkosten für Elektrogeräte in den nächsten
Jahren weiter steigen werden. Gerade angesichts hoher Inflation und
teurer Ersatzteile können somit bereits kleine Defekte zu einem
finanziellen Problem werden.

Die genannten Zahlen stammen aus einer repräsentativen Studie des
Spezialversicherers Wertgarantie: Die Studie „Reparieren statt
Wegwerfen“ analysiert das Reparaturverhalten der Bevölkerung in
Österreich. Unter dem Motto „Reparieren statt Wegwerfen“ will
Wertgarantie das Bewusstsein für eine verlängerte Nutzung von Geräten
stärken und auf potenzielle Einsparungen beim Elektroschrott
aufmerksam machen. Vor diesem Hintergrund hat der Spezialversicherer
2021 die Studie ins Leben gerufen – und über mehrere Erhebungswellen
fortlaufend aktualisiert.

Elektroschrott – Umweltschutz vs. hohe Kosten

Die Angst vor hohen Reparaturkosten hat auch gravierende Folgen
für die Umwelt. Laut der aktuellen Studie werden jedes Jahr in
Österreich defekte Elektrogeräte häufig einfach entsorgt statt
repariert – insgesamt entstehen dabei 28.104 Tonnen Elektroschrott (
5,7 kg pro Haushalt). Defekte Geräte werden durchschnittlich in 30
Prozent aller Fälle repariert. Ein Viertel der Verbraucher
entscheidet sich aus Umweltschutzgründen für eine Reparatur (25 %).
Auf der anderen Seite geben 29 Prozent der Verbraucherinnen und
Verbraucher an, dass die Reparaturkosten zu hoch seien und sie sich
deswegen gegen eine Reparatur entscheiden.

Reparieren statt Wegwerfen: Ein starker Hebel für den
Umweltschutz

„Wir kennen es alle aus dem Alltag: Kommt es bei einem von uns so
selbstverständlich genutzten Elektrogerät zu einem Schaden, stehen
wir vor der Wahl – Reparatur oder Neukauf? Als wichtige Säule einer
funktionierenden Kreislaufwirtschaft tragen Reparaturen entscheidend
dazu bei, den Lebenszyklus von Elektro- und Haushaltsgeräten
nachhaltig zu verlängern und Umweltbelastungen in Folge der
Entsorgung nicht reparierter Geräte – inklusive der enthaltenen
Rohstoffe – zu reduzieren“, erläutert Konrad Lehmann, Wertgarantie-
Vorstand.

Als Spezialversicherer für Haushalts- und Konsumelektronik hat
Wertgarantie das Ziel, die Kreislaufwirtschaft gemeinsam mit den
Partnern auf dem Reparaturmarkt zu fördern und einen Beitrag zu einem
nachhaltigeren Umgang mit Elektrogeräten zu leisten. „Die aktuelle
Studie zeigt eindringlich, dass Sorgen um ungeplante Reparaturkosten
für viele Verbraucher real sind“, unterstreicht Konrad Lehmann. „Doch
gerade die gesicherte Möglichkeit zur Reparatur ist der entscheidende
Hebel, um unsere Umwelt zu entlasten und den Lebenszyklus von Geräten
nachhaltig zu verlängern.“

Über die Studie „Reparieren statt Wegwerfen“

Ziel der empirischen Erhebung ist es, mehr darüber zu erfahren,
wie Verbraucherinnen und Verbraucher in Österreich mit defekten
Elektrogeräten umgehen und wie die damit verbundene jährliche
Elektroschrott- Bilanz pro Haushalt sowie über alle Haushalte hinweg
aussieht.

Die Ergebnisse der aktuellen Ausgabe der Studie basieren auf
österreichweit repräsentativen Befragungen im Zeitraum 2021 bis 2025:
Es gehen Angaben von insgesamt 17.148 Personen aus drei
Erhebungswellen (2021, 2022 und 2025) in die Bilanzierung des Status
quo der jährlichen Elektroschrott-Menge und CO2e-Emissionen ein

Die aktuelle Schwerpunkterhebung mit dem Fokus Reparaturkosten
umfasst Angaben aus insgesamt 6.030 Online-Interviews im Zeitraum Mai
bis Juni 2025. Hier liegt der Fokus auf dem Einfluss der aktuellen
wirtschaftlichen Lage auf das Reparaturverhalten, die Einschätzung
von ungeplanten Reparaturkosten und den Umgang mit Elektrogeräten
insgesamt. Zudem erfolgt vor dem Hintergrund der EU-Richtlinie zum
Recht auf Reparatur eine Einordnung der Elektroschrott-Bilanz
derjenigen neun Geräte, die im Anhang II (der Richtlinie (EU)
2024/1799) aufgeführt sind.

Die Studie und weitere Informationen gibt es kostenfrei unter
www.reparieren-statt-wegwerfen.com/die-studie