Wien (OTS) – Gestern Abend, 9.12.2025, stand das MAK ganz im Zeichen
der
Ausstellung HELMUT LANG. SÉANCE DE TRAVAIL 1986–2005 / Excerpts from
the MAK Helmut Lang Archive (10. Dezember 2025 – 3. Mai 2026), mit
der das MAK die erste umfassende Ausstellung zu Helmut Langs Oeuvre
zeigt. Andreas Babler, Vizekanzler und Bundesminister für Wohnen,
Kunst, Kultur, Medien und Sport eröffnete gemeinsam mit MAK
Generaldirektorin Lilli Hollein und Ausstellungskuratorin Marlies
Wirth (Kuratorin Digitale Kultur, Kustodin MAK Sammlung Design) die
Schau. Ausgehend vom MAK Helmut Lang Archiv, dem größten und einzigen
offiziellen öffentlichen Archiv zu seinem Werk, das seit 2011 Teil
der MAK Sammlung ist, gibt sie einen tiefgehenden und einzigartigen
Einblick in Helmut Langs Mindset und seinen kreativen Prozess und
legt dabei den Fokus auf seine radikale Vision von Design und
Identität zwischen 1986 und 2005.
Konzipiert als Mixed-Media-Präsentation mit großformatigen,
ortsspezifischen Installationen, überschreitet die Schau die
Konventionen klassischer Modeausstellungen. Sie unterstreicht Langs
Rolle als Pionier, der schon früh künstlerische Strategien einsetzte
– lange bevor er sich 2005 aus der Modewelt zurückzog, um sich ganz
auf seine künstlerische Praxis zu konzentrieren. Zwischen Wien, Paris
und New York schrieb Helmut Lang die Codes der internationalen
Modewelt neu und entwickelte ein unverwechselbares ästhetisches
Vokabular, das nicht nur unser Erscheinungsbild geprägt hat, sondern
auch, wie Identität aufgefasst und vermittelt wird. Mit einem
konsequent medienübergreifenden Ansatz stellte Lang etablierte Normen
der Branche ebenso infrage wie gesellschaftliche Konventionen und
schuf ein Werk, das bis heute konzeptionelle und ästhetische
Aktualität besitzt.
Vizekanzler Andreas Babler: „Helmut Lang steht für ein
Lebensgefühl, für eine minimalistische Ästhetik geprägt von der
typisch wienerischen Lässigkeit. Ich freue mich sehr, dass wir nun
die Gelegenheit bekommen, sein Gesamtwerk zu würdigen.“
MAK Generaldirektorin Lilli Hollein: „Ich danke Helmut Lang für
sein Vertrauen. Als österreichisches Bundesmuseum bewahrt und
erforscht das MAK mit dem Helmut Lang Archiv die wichtigste
Dokumentation seines gestalterischen Werks, dem wir uns mit einem
besonderen Zugang widmen. Diese erste große Ausstellung zu seinem
OEuvre zwischen 1986 und 2005 macht die ganzheitliche Vision seiner
Marke als Modedesigner, Künstler, Stratege und Innovator sichtbar.
Sie vermittelt den Prozess und die präzise künstlerische
Herangehensweise, die hinter Helmut Langs Arbeiten stehen. Das MAK –
Museum für angewandte Kunst ist der richtige Ort, um sein radikales,
bis heute inspirierendes Gesamtkonzept umfassend erlebbar zu machen.“
Zahlreiche Gäste aus Kunst, Kultur, Mode, Design und Wirtschaft
folgten der Einladung zu den Eröffnungsfeierlichkeiten, darunter die
Künstler*innen Anouk Lamm Anouk, Jojo Gronostay, Xenia Hausner, Peter
Kogler, Markus Schinwald, Sophie Thun und Heimo Zobernig; die
Direktorin des MoMu Fashion Museums Antwerpen Kaat Debo, die Rektorin
der Universität für angewandte Kunst Wien Ulrike Kuch und der
Modehistoriker und Kurator Olivier Saillard; Musiker und Producer
Peter Kruder und die Musikerin Sofie Fatouretchi Royer; Influencer
Nuriel Molcho, der Gründer des ENDYMA Archives Michael Kardamakis und
Business of Fashion-Gründer Tim Blanks; MAK Kuratoriumsmitglied Eva
Blimlinger, Unternehmerin Susanne Porsche, die Fotografinnen Elfie
Semotan und Stefanie Moshammer; ImPulsTanz-Intendant Karl
Regensburger, die Geschäftsführerin der Wiener Festwochen Artemis
Vakianis und die Galeristinnen Ursula Krinzinger und Sophie
Tappeiner.
Die Ausstellung HELMUT LANG. SÉANCE DE TRAVAIL 1986–2005 /
Excerpts from the MAK Helmut Lang Archive wird bis zum 3. Mai 2026 in
der MAK Ausstellungshalle gezeigt.
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