Wien/Stockholm (OTS) – Ich packe meinen Koffer … und lasse meine
Zigaretten besser
zuhause. Nicht nur bei uns, sondern fast überall in der Welt, ist das
Rauchen in der Öffentlichkeit zunehmend verpönt, in manchen verboten,
in fast allen aber eingeschränkt. Für Tabakersatzprodukte wie E-
Zigaretten oder Nikotinbeutel (Pouches) gelten dagegen oft andere
Regelungen.
Wenn Sie also gerade einen Urlaub über Weihnachten und Neujahr
oder während der Wintermonate in wärmeren Ländern planen, sollten Sie
wissen, was erlaubt ist – und was nicht. Der Online-Händler
Northerner erklärt, welche Vorschriften und Beschränkungen für Tabak-
und Nikotinprodukte an Ihrem gewählten Winterreiseziel gelten.
Rauch im Winter, der steigt höchstens noch beim Ausatmen bei
Minustemperaturen auf der Skipiste auf. An den beliebtesten
Winterreisezielen wie den Kanarischen Inseln und Spanien, Thailand
und Südostasien oder dem Mittelmeerraum mit Ägypten, der Türkei und
den Emiraten, gehört Rauchen dagegen immer mehr zu den
Randsportarten. Atemberaubend ist hier höchstens noch der romantische
Blick in den Sonnenuntergang, aber nicht mehr der tiefe Zug an der
Zigarette.
Worauf Sie schon beim Reisestart achten müssen
Es fängt schon beim Abflug an: Möchten Sie E-Zigaretten, Vapes
oder Geräte mit in den Urlaub nehmen, mit denen Sie Tabak erhitzen,
beachten Sie unbedingt die Regeln zum Transport, weil solche Geräte
mit Batterien oder Akkus betrieben werden. Deshalb dürfen Sie solche
Produkte ausschließlich im Handgepäck oder am Körper transportieren,
nicht im aufgegebenen Koffer. Lithium-Ionen-Akkus können sich bei
Druck, Hitze oder Beschädigung selbst entzünden oder explodieren. Im
Frachtraum eines Flugzeugs kann das verheerende Folgen haben. Wird
der Transport im Koffer beim Einchecken entdeckt, drohen empfindliche
Strafen, Einreisesperren und im Extremfall sogar der Ausschluss vom
gebuchten Flug.
Spanien und Kanaren
Das Rauchen von Tabak und das Vapen sind an vielen Orten in
Spanien verboten, insbesondere an öffentlichen Plätzen, darunter
viele Strände, Terrassen von Bars und Restaurants, Sportanlagen,
Spielplätze, Bushaltestellen und Bildungseinrichtungen. Die Regeln
gelten in erster Linie für traditionelle Tabakprodukte, oft aber auch
für E-Zigaretten, Vapes, Shishas und sogar Nikotinbeutel. Lokale
Behörden können zusätzliche Rauchverbote verhängen. Informieren Sie
sich daher vor Ort über die Bestimmungen, das erspart Ihnen Ärger –
und im schlimmsten Fall auch Bußgelder!
Die Kanarischen Inseln sind zwar Teil von Spanien, werden
zollrechtlich aber wie ein Drittland eingestuft, für das andere
Vorschriften und Höchstmengen für die Ein- und Ausfuhr von Tabak- und
Nikotinprodukten gelten. Informieren Sie sich beim Zoll über
Reisefreimengen für Stückzahlen oder Höchstwerte.
Malediven, Thailand und Südostasien
Die Malediven haben zum 1. November 2025 ein striktes Rauchverbot
für alle junge Menschen eingeführt, die ab dem 1. Januar 2007 geboren
sind. Das neue Gesetz gilt auch für Touristen: Tabakprodukten dürfen
sie weder kaufen noch konsumieren. Auch die Einfuhr von Tabak ist
eingeschränkt.
Bereits 2024 hatte der Inselstaat die Einfuhr, den Verkauf, den
Besitz und die Verwendung von E-Zigaretten und Vapes für alle
Personen, unabhängig vom Alter, verboten. Wer gegen dieses Verbot
verstößt, dem droht eine Strafe von 5.000 Rufiyaa, also etwa 280
Euro. Während des Fastenmonats Ramadan, beginnt am 18. Februar 2026,
ist das Rauchen in der Öffentlichkeit (auch in Fahrzeugen) von
Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime verboten.
Obwohl das Rauchen in Thailand noch nicht vollständig verboten
ist, legen die zahlreichen Einschränkungen nahe, auf das Verbrennen
von Tabak ganz zu verzichten. Das Rauchen ist nicht nur in
Innenräumen verboten, sondern auch in öffentlichen Gebäuden und
öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an vielen Stränden und in Parks.
Für E-Zigaretten und Vapes sieht die Situation kaum besser aus: Der
Besitz, die Einfuhr und der Verkauf sind verboten, und die Verstöße
können teuer werden.
In Thailand gelten auch strenge Regelungen für Nikotinprodukte
ohne Tabak, insbesondere für E-Zigaretten und Liquids, die seit 2014
grundsätzlich verboten sind. Für Nikotinbeutel gibt es keine
ausdrücklichen Vorschriften. Im Zweifel raten wir Ihnen, solche
Produkte nicht im Handgepäck mitzuführen.
In anderen Ländern der Region gelten ähnliche, manchmal aber auch
andere Regeln. In Vietnam beispielsweise ist der Verkauf von
Nikotinprodukten offiziell verboten, der Besitz oder die Nutzung
werden aber meistens nicht bestraft.
Die strengsten Bestimmungen gelten, wenig erstaunlich, für das
auch anderweitig sehr strenge Singapur . Hier sind E-Zigaretten,
Vapes und Heat-not-burn-Produkte komplett verboten. Besitz, Einfuhr
oder Nutzung können zu hohen Geldstrafen oder sogar Haft führen. Das
Rauchen ist in Singapur erlaubt, aber nur in ausgewiesenen Zonen im
Freien. Das Wegwerfen von Zigaretten hingegen wird extrem hoch
bestraft und kann mehrere hundert Dollar für eine einzige
Zigarettenkippe kosten.
Am wenigsten streng geht es in Indonesien zu, einem der weltweit
größten Tabakproduzenten. Das Rauchen ist hier nach wie vor weit
verbreitet und gesellschaftlich akzeptiert, wird jedoch in
öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln zunehmend
eingeschränkt. Gleiches gilt für Nikotinprodukte.
Türkei, Dubai und Ägypten
In der Türkei ist das Rauchen in allen öffentlichen Innenräumen,
in Verkehrsmitteln und auf Spielplätzen verboten. E-Zigaretten sind
ebenfalls nicht überall erlaubt, und ihre Einfuhr kann problematisch
sein, da sie oft als Medizinprodukte eingestuft werden. Obwohl der
Konsum von Nikotinprodukten nicht offiziell geregelt ist, sollte bei
ihrer Import dennoch Vorsicht walten.
In Dubai (VAE) ist die Einfuhr von Tabakwaren auf 400 Zigaretten
oder 50 Zigarren beschränkt. E-Zigaretten dürfen mitgebracht werden,
dürfen jedoch nur in ausgewiesenen Bereichen verwendet werden. Bei
Verstößen gegen lokale Regeln drohen empfindliche Strafen,
beispielsweise das Rauchen an Orten ohne ausdrückliche Erlaubnis oder
der Besitz nicht zugelassener Produkte.
Ähnliche Regeln gelten in Ägypten . Obwohl kein gesetzlich
vorgeschriebenes Rauchverbot besteht, gibt es in einigen öffentlichen
Bereichen wie Restaurants ausgewiesene Raucher- und
Nichtraucherbereiche. E-Zigaretten hingegen werden als
gesundheitsschädlich eingestuft, weshalb ihr Verkauf verboten ist.
Das Vapen selbst ist jedoch erlaubt, insbesondere in Urlaubsregionen.
Aus Respekt vor dem muslimischen Glauben sollten Sie während des
Monats Ramadan vor Sonnenuntergang das Rauchen in der Öffentlichkeit
vermeiden.
Dominikanische Republik und Mexiko
In den meisten öffentlichen Bereichen der Dom Rep , darunter
Restaurants, Bars und Strände, ist das Rauchen verboten. Die Einfuhr
von Tabakwaren und Nikotinprodukten für den Eigenbedarf ist dagegen
erlaubt. Allerdings drohen an den Flughäfen strenge Kontrollen. Nicht
deklarierte Geräte und Substanzen können beschlagnahmt werden.
Das Gleiche gilt für Mexiko . Das Rauchen ist an allen
öffentlichen Orten verboten. Dazu gehören öffentliche Verkehrsmittel,
Strände, Parks, Hotels und Restaurants. Verstöße können mit Geld-
oder Freiheitsstrafen geahndet werden. Die Einfuhr von Tabakwaren ist
erlaubt, jedoch begrenzt. Im Gegensatz zu E-Zigaretten und Vapes sind
Nikotinbeutel in Mexiko legal und können an vielen Orten gekauft
werden.
Empfehlung für alle Reisen
Informieren Sie sich vor Reiseantritt beim Außenministerium
Österreich (BMEIA), den Konsulaten oder Ihrem Reiseveranstalter über
die Bestimmungen vor Ort.
Bei der Rückreise beachten
Für die Rückreise gelten Vorschriften, die sich je nach
Urlaubsland unterscheiden. Wer aus einem EU-Mitgliedstaat einreist,
ist grundsätzlich im Binnenmarkt unterwegs. Einreisende aus einem
Nicht-EU-Land müssen Freimengen für Drittländer beachten. Diese
gelten manchmal für die Anzahl der Artikel und manchmal für den
Gesamtwert der eingeführten Waren. Einzelheiten zu den
Einreisebestimmungen und Freimengen finden Sie auf den Seiten des
Zolls.