Linz (OTS) – Der aktuelle Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer
Oberösterreich
zeigt, was Beschäftigte belastet, was sie zufrieden macht und für wen
die Arbeitsbedingungen besonders herausfordernd sind. Außerdem stellt
der Advent Beschäftigte im Handel vor enorme Belastungen: Lärm,
ständiger Kontakt mit Kund:innen und hoher Stress prägen die
intensiven Wochen im Weihnachtsgeschäft.
Seit nun fast 30 Jahren erhebt die Arbeiterkammer Oberösterreich mit
dem Arbeitsklima Index, was Beschäftigte in Österreich belastet, was
sie zufrieden macht und was sie sich von der Zukunft erhoffen. Ab
2010 pendelte sich der Index auf hohem Niveau ein und erreichte 2019
mit 109 Punkten einen Höchstwert. Mit Beginn der Covid-19-Pandemie
folgte jedoch ein deutlicher Einbruch auf 102 Punkte.
Einkommen ist wichtig, aber nicht alles
Nur 60 Prozent der Beschäftigten geben an, dass sie mit ihrem
Einkommen sehr oder eher zufrieden sind. Auffällig ist, dass
Unterschiede nach Alter, Geschlecht und Bildung diese Schwankungen
verstärken. Gleichzeitig bewerten rund 80 Prozent ihr Leben insgesamt
als zufriedenstellend, und drei Viertel sind mit ihrer beruflichen
Tätigkeit zufrieden.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich Arbeitsbelastungen direkt auf
die Zufriedenheit im Beruf auswirken. Beschäftigte, die unter
Zeitdruck leiden, sind zu 67 Prozent zufrieden, ohne Zeitdruck sind
es 78 Prozent. Außerdem führen schlechte Gesundheitsbedingungen,
Einsamkeit oder psychische Beschwerden wie das Gefühl, nicht
abschalten zu können, zu deutlichen Einbußen in der
Berufszufriedenheit.
Ist man in der Arbeit stark belastet, steigt auch der Wunsch nach
beruflicher Veränderung. Stellt sich ein Gefühl der Arbeitsunlust
ein, sagt fast die Hälfte der Betroffenen (48 Prozent), dass sie die
Firma oder sogar den Beruf an sich wechseln möchten.
„ Bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen sind die Arbeitgeber
gefordert “, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.
Handel: Advent als Belastungsprobe
Für viele Menschen gilt der Advent als besinnliche Zeit, für
Beschäftigte im Handel ist er die stressigste Phase im Jahr.
Dauerbeschallung, Kundenkontakt, lange Öffnungszeiten und der Umgang
mit teilweise aggressiven Kund:innen belasten massiv.
Auch mit dem Einkommen sind Handelsbeschäftigte unzufriedener als
andere. Nur 56 Prozent sagen (Daten aus 2024 + 1. Halbjahr 2025),
dass sie mit dem Einkommen (sehr) zufrieden sind, bei den
Beschäftigten in anderen Branchen sind es immerhin 61 Prozent.
Eine ausführliche Presseunterlage finden Sie zum Download hier .