Wien (OTS) – In den kommenden Tagen werden in ganz Österreich
weiterhin
Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erwartet – eine akute Gefahr für
obdachlose Menschen sowie für Personen in schlecht isolierten
Wohnungen oder mit nicht leistbaren Heizungen. Während Österreich
erneut von einer massiven Kältewelle erfasst wird, bleibt
Niederösterreich als einziges Bundesland ohne Kältetelefon. „Die
Kälte macht vor der niederösterreichischen Landesgrenze nicht halt.
Was in allen anderen Bundesländern selbstverständlich ist, sollte
auch in Niederösterreich möglich sein. Das wäre eine gute
Gelegenheit, parteiübergreifend an einem Strang zu ziehen. Denn die
nächste Kältewelle kommt bestimmt!“, so Christian Fischer, SPÖ-
Fraktionschef im Bundesrat. ****
In acht von neun Bundesländern gibt es bereits eine zentrale
Telefonnummer, über die Hilfe organisiert werden kann, wenn Menschen
der Kälte schutzlos ausgeliefert sind. Nur Niederösterreich ist hier
weiterhin ein blinder Fleck. Aussagen, ein Kältetelefon funktioniere
in einem Flächenbundesland wie Niederösterreich nicht, entgegnet
Martin Peterl, SPÖ-Sprecher für Einsatzorganisationen im Bundesrat:
„In anderen Bundesländern, etwa in Kärnten oder der Steiermark,
funktioniert es auch. Der Weg der Menschlichkeit steht über allem! Wo
der politische Wille da ist, da gibt es auch einen Weg!“
Konkret wollen die SPÖ-Bundesräte eine zentrale Telefonnummer für
ganz Niederösterreich, die Hilferufe entgegennimmt und rasch Einsätze
koordiniert. So könnten Betroffene in warme Notschlafstellen gebracht
oder bei Unterstützungsangeboten wie dem Wohnschirm unterstützt
werden. Besonders wichtig ist den Initiatorinnen und Initiatoren,
dass dabei auch der ländliche Raum umfassend abgedeckt wird, damit
niemand in der Kälte alleingelassen wird.
Ins Rollen gebracht wurde die Initiative gemeinsam mit der SPÖ-
Bezirksgeschäftsführerin in Lilienfeld, Anna Indra. Gemeinsam mit den
Bundesräten betont sie abschließend: „Ein Kältetelefon kann Leben
retten – das muss es uns allen Wert sein!“ (Schluss) mf/lw