Wien (OTS) – „Mit der heute präsentierten Industriestrategie legt die
Bundesregierung einen Grundstein für einen wettbewerbsfähigen,
resilienten und zukunftsfitten Industriestandort bis 2035. Der Plan
steht und beinhaltet viele Maßnahmen im Sinne unserer Wirtschaft.
Aber Papier ist geduldig – es braucht eine zügige und verlässliche
Umsetzung und nicht nur Versprechen. Unsere Industrie benötigt jetzt
gezielte Maßnahmen, die Betriebe stärken und auf ihrem
Transformationsweg unterstützen“, betont WKÖ-Generalsekretär Jochen
Danninger.
FTI als Hebel der Transformation
Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik muss konsequent
genutzt werden, um die industrielle Transformation voranzutreiben.
Für Schlüsseltechnologien stehen 2,6 Mrd. Euro aus dem FTI-Pakt
bereit – dessen rasche Absicherung sei essenziell, so Danninger. Auch
für weiterhin notwendige Investitionsanreize sollen laut
Industriestrategie die Weichen gestellt werden.
Als Antwort enthält die Strategie – neben den bereits bekannten
positiven Maßnahmen zu Industriestrom-Absicherung – eine ganze Reihe
weiterer essenzieller Eckpunkte im Sinne der Wirtschaft. Neben der
Industriestrom-Absicherung zählen dazu die geplante Senkung der
Lohnnebenkosten sowie klar formulierte Ziele zu Entbürokratisierung
und Verfahrensbeschleunigung. Vor allem auch die wegweisenden Impulse
im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft stellen einen
zentralen Beitrag für die nachhaltige Resilienz und innovative
Wertschöpfung in Österreich dar.
Europäische Einbettung ist essentiell
Eine Kombination aus nationaler Standortpolitik und europäisch
abgestimmter Industriepolitik ist unerlässlich, um
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, die Transformation zu bewältigen und
die industrielle Basis nachhaltig zu sichern.
Positiv bewertet wird auch der Vorstoß in Richtung „Made in EU“,
um die Wertschöpfung und Resilienz der europäischen Industrie zu
stärken. „Industrie-, Handels- und Standortpolitik müssen künftig
noch enger zusammengedacht werden. Wesentlich dafür sind die
Vertiefung des Binnenmarkts und eine proaktive Handelspolitik“, so
Danninger abschließend. (PWK018/PAT)