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Totschnig: Österreich erstmals drittgrößter Sojaproduzent in der EU

Wien (OTS) – Der Sojaanbau in Österreich entwickelt sich weiterhin
äußerst
positiv. Laut aktuellen Daten der Agrarmarkt Austria (AMA) war
Österreich im Jahr 2025 mit einer Erntemenge von rund 272.000 Tonnen
erstmals der drittgrößte Sojaproduzent der Europäischen Union, hinter
Italien und Frankreich. Auch flächenmäßig zählt Österreich mit rund
86.000 Hektar Sojaanbaufläche zu den Spitzenreitern und ist unter den
Top 5 in der EU.

„Österreich zählt mittlerweile zu den größten Sojaproduzenten in der
EU. Das zeigt: Die Maßnahmen der Österreichischen Eiweißstrategie
wirken und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit
sowie zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Mit einem Bio-Anteil
von 36 Prozent spielt die Sojabohne zudem eine zentrale Rolle im
biologischen Anbau“ , betont Landwirtschaftsminister Norbert
Totschnig.

Nationale Maßnahmen der Österreichischen Eiweißstrategie zeigen
Wirkung
Mit der Österreichischen Eiweißstrategie werden gezielt Maßnahmen
gesetzt, um die Eigenversorgung mit regionalen, heimischen
Eiweißpflanzen wie Soja weiter auszubauen. Parallel dazu setzt sich
Österreich auch auf EU-Ebene für eine entsprechende europäische
Strategie ein.

Hohe Erträge durch Know-how, Züchtung und Standortanpassung
Die hohe Erntemenge im Jahr 2025 ist mitunter auf gute Erträge
zurückzuführen. Diese resultieren aus einer gelungenen Kombination
von optimaler Witterung, professioneller Anbautechnik und
Kulturführung, geeigneten Bodenverhältnissen sowie dem Einsatz
standortangepasster Sorten. Einen wesentlichen Beitrag leisten dabei
die österreichischen Saatgutunternehmen, die seit vielen Jahren
erfolgreich Sojabohnensorten züchten, die speziell auf die heimischen
Ackerbaustandorte abgestimmt sind.

„Der Sojaanbau verbindet Klimaschutz, Innovation und
Wirtschaftlichkeit. Dank standortangepasster Sorten und hoher
Anbaukompetenz unserer Bäuerinnen und Bauern ist die Sojabohne ein
echtes Erfolgsmodell für eine nachhaltige Landwirtschaft in
Österreich. Sie ist inzwischen die viertgrößte Ackerkultur nach
Weizen, Mais und Gerste. Mit einer erhöhten heimischen Produktion
wird ebenso die Importabhängigkeit reduziert und
Versorgungssicherheit gestärkt.“ streicht Bundesminister Norbert
Totschnig hervor.

Beitrag zu Klimaschutz und Selbstversorgung
Der Sojaanbau gewinnt auch im Kontext des Klimawandels zunehmend an
Bedeutung. Als Leguminose bindet die Sojabohne Luftstickstoff und
reduziert damit den Bedarf an mineralischem Dünger. Das ist ein
klarer Vorteil für das Klima, den Boden und die Artenvielfalt. Zudem
trägt der heimische Sojaanbau wesentlich zur Erhöhung des
Selbstversorgungsgrades mit pflanzlichem Eiweiß bei.

Aus österreichischem Soja werden zahlreiche Produkte für die Futter-
und Lebensmittelerzeugung hergestellt, darunter Sojaschrot für die
Tierfütterung, Sojaöl oder Lebensmittel wie Tofu, Sojadrinks und
Tempeh.