Freizeit

Umfrage: Fernwärme hat gutes Image

Wien (OTS) – Bei drei Viertel ihrer Kunden haben Nah- und Fernwärme
laut der
jüngsten marketmind-Umfrage ein gutes Image: „Fernwärme punktet mit
Bequemlichkeit und Zuverlässigkeit und liegt bei der Bevölkerung voll
im Trend“, sagt Studienautorin Priemer.

Verena Priemer, Geschäftsführerin von marketmind, präsentierte
der Fernwärmebranche im Rahmen der Fernwärmetage in Graz die
aktuellen Imagewerte der Fernwärme. Das Ergebnis kann sich sehen
lassen: Denn Nah- und Fernwärme kommen bei den Kunden wieder besser
an – besser als vor zwei Jahren.
Für 84 Prozent der Kunden ist Fernwärme bequem in der Nutzung und für
78 Prozent ist die Heizform auch einfach in der Wartung, „weil sie
direkt als nutzbare Wärme ins Haus geliefert wird. Es entfallen
eigene Heizkessel in Haus oder Wohnung, Schornsteine und
Brennstofflager, was Platz spart und Wartungskosten reduziert“, sagt
Gerhard Fida, stellvertretender Obmann des Fachverbands Gas Wärme (
FGW) und Geschäftsführer der Wiener Netze GmbH.
78 Prozent schätzen an der Nah- und Fernwärme, dass die Heizung
„zuverlässig funktioniert“. Für 71 Prozent der Kunden liegt Fernwärme
im Trend und 66 Prozent empfinden Fernwärme als sympathisch. „Keine
andere Heizung hat derart gute Imagewerte bei Convenience“, sagt
Priemer weiter.

Nachhaltige Energieversorgung
61 Prozent der Befragten gefällt außerdem, dass die Fernwärme zur
Reduktion von Feinstaub beiträgt; 58 Prozent schätzen, dass Fernwärme
durch den geringen CO2-Ausstoß eine niedrige Umweltbelastung
darstellt; und 55 Prozent behagt der Umstand, dass Fernwärme
natürliche Ressourcen schont. Laut Fida leiste „die Fernwärmebranche
einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen und zur
Erreichung der heimischen Klimaziele. Mit jedem Jahr kommen weitere
technische Fortschritte hinzu, die das Potenzial von Fernwärme weiter
stärken.“ Vor allem ist Fernwärmetechnik über die Jahre besser,
effizienter und umweltfreundlicher geworden. Sie entwickelte sich von
einer primär auf fossile Brennstoffe basierenden Versorgung hin zu
einem nachhaltigen System, das immer mehr erneuerbare Energien nutzt.
Aktuell ist Fernwärme in Österreich zu 55 Prozent erneuerbar.
Einzig beim Preis finden scheiden sich die Geister: Nur 39 Prozent
finden, dass Fernwärme eine „insgesamt günstige Heizmethode“ ist,
oder wie Priemer es sagt: „Über das Imageprofil hinweg wird der Preis
zwar am schwächsten bewertet, innerhalb des Wärmemarktes sind die
Preise jedoch durchaus in einem guten Bereich.“
Die vergleichsweise höheren Preise haben ihre Gründe: Sie sind das
Ergebnis hoher Investitionen in den klimafreundlichen Umbau der
Wärmenetze. Zweiter Grund: Da ein signifikanter Teil der Fernwärme
immer noch durch fossile Energieträger wie Erdgas erzeugt wird,
führen steigende Rohstoffpreise auch immer wieder zu höheren
Produktionskosten für die Fernwärmeversorger.

1,2 Millionen Fernwärme-Kunden
Mit Nah- und Fernwärme oder Geothermie heizen aktuell rund 1,2
Millionen Haushalte in Österreich, also mehr als jeder vierte
Haushalt – Tendenz weiter steigend. Das Heizsystem ist aus
Wohnhäusern und Wohnungen also nicht mehr wegzudenken.
Fernwärme als klimafreundliches Heizsystem ist ein wesentlicher
Baustein für die Wärmewende im Gebäudesektor. Der Ausbau wird in den
kommenden Jahren weiter stark gefördert und soll vor allem die
Dekarbonisierung der Städte vorantreiben. Rund 50 der 100 größten
Städte der Republik werden mit Fernwärme versorgt.

Über Fernwärme
Fernwärme ist die wohl bequemste Art zu heizen. Sie ist sicher und
erprobt in der Anwendung, der Versorgung und vergleichsweise günstig.
Die behagliche Fernwärme gelangt über das Fernwärmeleitungsnetz in
die Wohnungen. Das Gute an Fernwärme: Der Anteil an erneuerbaren
Energieträgern wie Biomasse, an Abfällen und an dem hochwertigen
Energieträger Erdgas hat zur Produktion von Fernwärme in den
vergangenen Jahren stetig zugenommen.