Wien (OTS) – Wiens Radwegeoffensive läuft weiter: So auch in
Floridsdorf, wo im
Abschnitt von Am Spitz bis zur Karl-Schäfer-Straße auf der Brünner
Straße ein rund ein Kilometer langer Zwei-Richtungs-Radweg entsteht.
Er schließt an beiden Enden an bestehende Radwege an und bildet einen
wichtigen Lückenschluss im Hauptradverkehrsnetz. So entsteht eine
über 2,5 Kilometer lange sichere Radverbindung von der Floridsdorfer
Brücke, durch das Zentrum von Floridsdorf, bis hinaus zur
Shuttleworthstraße. Wie immer bei Radwegeprojekten wird auch die
Begrünung mitgedacht: Es werden 23 neue Bäume gepflanzt, die
gemeinsam mit neuen Grünflächen die Brünner Straße verschönern und
kühlen. Planungsstadträtin Ulli Sima gab heute gemeinsam mit
Bezirksvorsteher Georg Papai und NEOS Wien-Umweltsprecherin Angelika
Pipal-Leixner den Startschuss für das Projekt. Sima bedankt sich beim
Bezirk für die so gute Zusammenarbeit: „Ich freue mich, dass wir in
Floridsdorf weiter so intensiv an der Verbesserung der Radwege
arbeiten und nun die Brünner Straße entsprechend aufwerten. Schön,
dass wir auch über 20 neue Bäume und fast 300 m2 Grünfläche schaffen
können, wie immer nach unserem Motto „Raus aus dem Asphalt.“
Als Teil der B7 ist die Brünner Straße ein wichtiger Bestandteil
des übergeordneten Straßennetzes Wiens. Sie schließt Am Spitz an die
Floridsdorfer Hauptstraße an, über die man in weiterer Folge die
Inneren Bezirke erreichen kann. Bezirksvorsteher Georg Papai freut
sich ebenfalls über das Projekt: „Bislang fehlte eine durchgängige
Radinfrastruktur vom Zentrum Floridsdorf bis zur Katsushikastraße, in
der es bereits einen baulichen Radweg gibt. Das wird sich mit der
Umgestaltung der Brünner Straße nun ändern.“ Fertiggestellt soll der
neue Radweg bis Mai 2027 werden.
Noch mehr Komfort für Fuß und Rad in Floridsdorf
Bereits 2024 wurde die Floridsdorfer Hauptstraße von der
Jedleseer Straße bis zur Schloßhofer Straße mit einer Top-Radroute
ausgestattet. Diese wird nun mit einem rund ein Kilometer langen
komfortablen Zwei-Richtungs-Radweg entlang der Brünner Straße
weitergeführt. Im Bereich von der Katsushikastraße bis zur Karl-
Schäfer-Straße wird der stadtauswärtsführende bestehende baulich
getrennte Ein-Richtungs-Radweg auf einen Zwei-Richtungs-Radweg
verbreitert und schließt nahtlos an den bestehenden Zwei-Richtungs-
Radweg weiter stadtauswärts an. Dieser hochwertige Lückenschluss
ermöglicht eine komfortable Verbindung in das Herz Floridsdorfs.
Apropos Herz von Floridsdorf: Besonders erfreulich ist, dass durch
den Ausbau der Radinfrastruktur der Schlingermarkt noch besser
erreichbar ist. Der neue Zwei-Richtungs-Radweg schließt auch an den
2024 errichteten Radweg in der Angererstraße an. Von dort geht es
über die Leopoldauer Straße, die im vergangenen Jahr mit einer
sicheren Rad-Infrastruktur ausgestattet wurde, noch weiter Richtung
Osten. Ab 2027 wird die Verbindung noch einmal aufgewertet: Bisher
führt die Rad-Route Richtung Floridsdorfer Brücke ab der Jedleseer
Straße durch den Wasserpark. Künftig wird in diesem Abschnitt entlang
der Floridsdorfer Hauptstraße ein baulich getrennter Zwei-
Richtungsradweg errichtet.
Das alles ist Teil der größten Radweg-Offensive in der Geschichte
der Stadt Wien, bei der in den vergangenen fünf Jahren über 100
Kilometer neue und sichere Radwege allein im Hauptradverkehrsnetz
entstanden sind.
NEOS Wien-Umweltsprecherin Angelika Pipal-Leixner: „Gerade auch
in Floridsdorf sieht man, wie dank unserer Radwegeoffensive das Netz
Kilometer für Kilometer zusammenwächst und so für immer mehr Menschen
nutzbar wird. Mit der neuen Verbindung auf der Brünner Straße
schaffen wir eine durchgehende, sichere Achse von der Floridsdorfer
Brücke bis weit über das Bezirkszentrum hinaus. Das Schöne daran ist,
dass wir die Straße gleichzeitig mit vielen neuen Bäumen richtig grün
machen und im Sommer für Abkühlung sorgen. Außerdem bauen wir die
Kreuzungen so um, dass man hier in Zukunft auch wieder ganz entspannt
und sicher zu Fuß gehen kann.“
Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden
Nicht nur der Radverkehr profitiert von der klimafitten
Neugestaltung. Neben neuen Radüberfahrten sorgen Gehsteigvorziehungen
und Fahrbahnanhebungen bei den einmündenden Querstraßen für
Verbesserungen für die Zu-Fuß-Gehenden. Zudem wird sichergestellt,
dass ausreichende Sichtbeziehungen vorhanden sind. Im Zuge der
Umgestaltungsarbeiten werden auch die notwendigen
Fahrbahninstandsetzungen durchgeführt, um Synergieeffekte bestmöglich
zu nutzen.
23 neue Bäume für die Brünner Straße und 275 m2 neue Grünflächen
Wie bei allen Radwegprojekten wird auch die Begrünung und Kühlung
des Straßenraums mitgedacht. Aus diesem Grund werden 23 neue Bäume
mit Unterpflanzung in regelmäßigen Abständen entlang der Brünner
Straße gepflanzt, die in den heißen Sommermonaten für Abkühlung
sorgen werden.
Nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ werden in diesem Projekt
rund 275 Quadratmeter neu geschaffene Grünflächen zu einer Erhöhung
der Aufenthaltsqualität im Abschnitt von Am Spitz bis zur Karl-
Schäfer-Straße beitragen. Alle Bäume werden mit einer automatischen
Bewässerung ausgestattet.
Überblick: Das wurde in der Radwegeoffensive Floridsdorf bereits
umgesetzt
Floridsdorfer Hauptstraße und Prager Straße: Die aktuell
anstehende Umgestaltung der Brünner Straße schließt an ein Vorprojekt
aus 2024 an, bei dem die Floridsdorfer Hauptstraße von der Jedleseer
Straße bis Am Spitz gemeinsam mit der Prager Straße von Am Spitz bis
zur Sinawastingasse neugestaltet wurden. Im Zuge dieses Projektes
wurde ein klimafittes Entrée in den 21. Bezirk geschaffen. Breite
baulich getrennte Zwei-Richtungs-Radwege in diesen Abschnitten
ermöglichten bereits einen komfortablen Anschluss an die bestehende
Radfahranlage zur Floridsdorfer Brücke. Zusätzlich brachten insgesamt
50 neue Bäume frischen Wind nach Floridsdorf und verbessern die
Aufenthaltsqualität entlang dieser Straßenzüge spürbar. Dazu kamen
mehr Grünflächen, Trinkhydranten und Sitzmöglichkeiten, die zum
Verweilen einladen.
Thayagasse und Pinkagasse: Ein grenzübergreifendes Projekt war
2025 der Lückenschluss in Thayagasse und Pinkagasse. Zwischen
Iselgasse und dem bereits errichtet Geh- und Radweg entlang der
niederösterreichischen Seyringer Straße entstand eine komfortable,
neue Radverbindung, die nunmehr eine reibungslose Fahrt von Wien nach
Niederösterreich ermöglicht. Thayagasse und Pinkagasse bekamen, wie
auch schon die niederösterreichische Seyringer Straße, einen 3 Meter
breiten, komfortablen Geh- und Radweg mit einer Länge von rund 550
Metern. Stadteinwärts geht es dann auf der bestehenden Radverbindung
weiter zur U1 Leopoldau.
Leopoldauer Straße: Auf der Leopoldauer Straße wurden insgesamt
1,2 Kilometer beidseitige Ein-Richtungs-Radwege errichtet und 17 neue
Bäume gepflanzt. Davor gab es hier nur Mehrzweckstreifen.
Neugestaltete Kreuzungsbereiche machen die Leopoldauerstraße sicher
für alle Verkehrsteilnehmenden.
Angerer Straße: Auch in der Angerer Straße ist auf 465 Meter
Länge ein Zwei-Richtungs-Radweg entstanden, und zwar von der Brünner
Straße bis zur Leopoldauer Straße. Dieser schließt nun an den neuen
Radweg in der Leopoldauer Straße an.
Julius-Ficker-Straße: 350 Meter Radinfrastruktur wurden in der
Julius-Ficker-Straße zwischen Kürschnergasse und Adolf-Loos-Weg
errichtet. Damit ist eine weitere Lücke im Radverkehrsnetz der Stadt
geschlossen und eine komfortable und sichere Verbindung zwischen
Floridsdorf und Donaustadt geschaffen. Sieben neue Bäume in der
Julius-Ficker-Straße und drei neue Bäume in der Kürschnergasse
spenden Schatten, während ein neuer Mikrofreiraum sowie zwei
Trinkhydranten zum Aufenthalt einladen.
Scheydgasse: Entlang der Scheydgasse wurde auf 825 Meter zwischen
Lohnergasse und Autokaderstraße ein Zwei-Richtungs-Radweg errichtet
und Kreuzungen daran angepasst. Weiter bis zur Marksteinergasse geht
dieser in einen Geh- und Radweg über.
Autokaderstraße: Um die Erreichbarkeit der S-Bahnstation
Strebersdorf und des Marchfeldkanals mit dem Rad zu verbessern, wurde
im Anschluss an den 2024 gebauten neuen Radweg in der Scheydgasse
auch in der Autokaderstarße ein neuer baulich getrennter Radweg bis
zur Einzingergasse errichtet. Der komfortable Zwei-Richtungs-Radweg
zwischen Einzingergasse und Scheydgasse ist 330 Meter lang. Ein neuer
Schutzweg über die Einzigergasse bietet außerdem eine Verbesserung
für den Fußverkehr, der nun sicher und schnell die Straße kreuzen
kann.
Richard-Neutra-Gasse: Entlang der Richard-Neutra-Gasse von
Siemensstraße bis Felmayergasse wurden die vorhandenen
Mehrzweckstreifen von einem komfortablen und sicheren Zwei-Richtungs-
Radweg abgelöst. Dieser ist durch einen zwei Meter breiten
Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt und dadurch besonders sicher –
auch Familien mit Kindern können so die Fahrt genießen.
Kunstoase am Mühlschüttel: Mit der neuen Kunst- und Naturoase am
Mühlschüttel, kuratiert von Österreichs Universalkünstler Andre
Heller, ist Wien um eine Attraktion reicher: Zwischen Wiesen, Bäumen
und der Alten Donau lädt der Park auf 28.000 Quadratmetern dazu ein,
14 zeitgenössische Kunstwerke internationaler Künstler*innen zu
entdecken. Im Zuge der Errichtung des neuen Mühlschüttelparks wurde
entlang der Uferpromenade auch ein neuer, rund 440 Meter langer Geh-
und Radweg gebaut, der die Radverbindung entlang der Oberen Alten
Donau aufwertet.
Wien baut das Radwegenetz 2026 konsequent weiter aus
Im sechsten Jahr in Folge setzt die Stadt Wien ihre Radweg-
Offensive fort: Mit 33 neuen Projekten und rund 12,5 Kilometern neuer
Radverkehrsinfrastruktur wird das Hauptradwegenetz auch 2026
konsequent ausgebaut. Der besondere Fokus liegt heuer auf der
Weiterführung großer Radachsen und auf Lückenschlüssen.
Alle Infos zu den Radwegeprojekten inklusive interaktiver Karte
zu allen Projekten auf fahrradwien.at
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/