Freizeit

ÖVP – Keri: Ferienbetreuung darf Kinder mit erhöhtem Förderbedarf nicht ausschließen

Wien (OTS) – „Der offene Brief zahlreicher Elternvereine und
Initiativen zeigt
einmal mehr, dass Kinder mit erhöhtem Förderbedarf bei der
Ferienbetreuung in Wien strukturell benachteiligt werden. Wenn
Familien trotz bestehenden Betreuungsbedarfs keinen Platz erhalten
oder Kinder aufgrund mangelnder Rahmenbedingungen wieder nach Hause
geschickt werden, dann ist das mit echter Inklusion nicht vereinbar“,
erklärt die Familiensprecherin der Wiener Volkspartei, Gemeinderätin
Sabine Keri.

Im offenen Brief wird unter anderem kritisiert, dass es für
Kinder mit erhöhtem Förderbedarf kein ausreichendes
Ferienbetreuungsangebot gibt, Betreuungsplätze innerhalb kürzester
Zeit vergeben sind und Kinder mit Behinderungen an manchen
Campusstandorten gegenüber anderen Kindern benachteiligt werden.
Gleichzeitig würden fehlendes Fachpersonal und unzureichende
Betreuungsschlüssel dazu führen, dass Kinder aus der Ferienbetreuung
ausgeschlossen werden.

„Die SPÖ-Neos-Stadtregierung spricht gerne von Inklusion. Gerade
in der Ferienbetreuung zeigt sich aber, dass Anspruch und
Wirklichkeit weit auseinanderliegen. Gerade Kinder mit erhöhtem
Förderbedarf brauchen Verlässlichkeit und stabile Strukturen. Dass
ausgerechnet sie in der Ferienbetreuung benachteiligt werden, ist
weder familienfreundlich noch mit echter Inklusion vereinbar“, so
Keri weiter.

Besonders betroffen seien Familien mit Kindern, die auf stabile
Strukturen und qualifizierte Betreuung angewiesen sind. „Wenn es
keine passenden Betreuungsangebote gibt, sind es oft Mütter oder
Alleinerziehende, die ihre Arbeitszeit reduzieren oder sogar ihren
Arbeitsplatz aufgeben müssen. Das ist weder familienfreundlich noch
sozial gerecht“, so die Familiensprecherin.

Die Wiener Volkspartei unterstützt daher die zentralen
Forderungen des offenen Briefes. „Es braucht ausreichend
Betreuungsplätze, qualifiziertes Personal mit bedarfsgerechten
Betreuungsschlüsseln sowie verbindliche Beschwerdemöglichkeiten
inklusive eines transparenten Monitorings über Zu- und Absagen. Wer
Inklusion ernst meint, muss sie auch in der Ferienbetreuung
gewährleisten und darf betroffene Familien mit ihren Sorgen nicht
alleine lassen“, so Keri abschließend.