St. Pölten (OTS) – „Wenn Eltern ihre Kinder in den Kindergarten oder
in die Volksschule
bringen und Patienten zum Arzt wollen, darf die Antwort der Behörden
nicht der Strafzettel sein“, kritisierte FPÖ-Landes- und
Gemeinderätin Mag. Susanne Rosenkranz die Situation rund um die
Parkplatzproblematik beim Kindergarten, der Volksschule und der
Arztpraxis in Rehberg. „Hier braucht es Hausverstand, Augenmaß und
Kulanz“, erklärte Rosenkranz.
Im Bereich von Kindergarten, Volksschule und Arztpraxis stünden
lediglich vier Parkplätze zur Verfügung. Einer davon sei ein
Behindertenparkplatz, ein weiterer für die dort ordinierende Ärztin
reserviert. Gleichzeitig würden rund 50 Kinder den Kindergarten, bis
zu 100 Kinder die Volksschule und täglich zahlreiche Patienten die
Arztpraxis besuchen.
Da es vor Ort praktisch keine ausreichenden Abstellmöglichkeiten
gibt, seien Eltern und Besucher immer wieder gezwungen, auf andere
Flächen auszuweichen. Dies führte zuletzt zu mehreren
Verwaltungsstrafen. Besonders für Unverständnis sorgt, dass die
Kontrollen laut Aussagen der Betroffenen sogar verstärkt worden
seien. „Wer Familien und Eltern in einer derart schwierigen Situation
noch intensiver kontrolliert und bestraft, bekämpft nicht das
Problem, sondern die Betroffenen. Solange die Gemeinde keine
praktikable Lösung schafft, muss Kulanz gelten“, forderte Rosenkranz.
Kritik übte die Landesrätin auch am Verhalten von SPÖ-
Bürgermeister Peter Molnar. „Offenbar ist der Herr Bürgermeister
abgetaucht“. Seit Wochen würden sich Eltern und Anrainer um Gespräche
bemühen, ohne eine zufriedenstellende Antwort zu erhalten. „Die
Menschen vor Ort erwarten sich Unterstützung und keine Ausreden. Ein
Bürgermeister hat die Aufgabe, Probleme zu lösen und nicht Familien
mit ihren Sorgen alleine zu lassen. Wer keine Parkmöglichkeiten
schafft und gleichzeitig Strafen verteilt, lässt Kinder, Eltern und
ältere Menschen im Stich“, betonte Rosenkranz.
Rosenkranz fordert daher die Gemeinde, den Magistrat und die
zuständigen Behörden auf, gemeinsam mit den betroffenen Eltern rasch
eine Übergangslösung zu erarbeiten. Bis dahin müsse bei Kontrollen
und Verwaltungsstrafen entsprechende Kulanz angewendet werden. „Es
kann nicht sein, dass Eltern, die ihre Kinder in die Schule bringen
oder Menschen, die einen Arzttermin wahrnehmen, zu den Leidtragenden
einer jahrelang ungelösten Parkplatzsituation werden“, so Rosenkranz.