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28. PFG‑Bundeskongress

Wien (OTS) – Die Parteifreien Gewerkschafter:innen Österreichs (PFG)
haben beim
28. Bundeskongress, der am 20. und 21. März in der ÖGB-Zentrale in
Wien stattfand, wichtige personelle und inhaltliche Weichen für die
kommenden Jahre gestellt. Nach fünf Jahren an der Spitze der PFG
übergab Mag. Alexander Sollak den Bundesvorsitz an Toni Polivka.
Darüber hinaus wurden das Bundespräsidium sowie der Bundesvorstand
neu gewählt.

Zwtl.: Industriepolitik als Kongressschwerpunkt

Der Kongress widmete sich schwerpunktmäßig der Industriepolitik
in Österreich. Expert:innen aus ÖGB, Arbeiterkammer und
Industriellenvereinigung präsentierten Keynotes zu aktuellen
Herausforderungen und analysierten das industriepolitische
Strategiepapier der Bundesregierung.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion tauschten sich die
Referent:innen gemeinsam mit Betriebsrät:innen über betriebliche
Auswirkungen und künftige Anforderungen aus. Diskutiert wurden dabei
unter anderem:

– digitale Transformation und neue Technologien (z. B. Künstliche
Intelligenz)

– notwendige Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte

– strategische Abhängigkeiten globaler Lieferketten

– hohe Energiepreise

– geopolitische Spannungsfelder und ihre Folgen für den
Industriestandort Österreich

Zwtl.: Bilanz der Amtszeit von Alexander Sollak

Alexander Sollak blickte auf eine intensive und erfolgreiche
Funktionsperiode zurück. Zu den wichtigsten Entwicklungen seiner
fünfjährigen Amtszeit zählen:

– Gründung der PFG-Jugend

– Launch der neuen PFG-Website und Start der Social-Media-Aktivitäten

– Aufbau der PFG-Landesgruppe Wien/Niederösterreich/Burgenland

– Verlegung des Fraktionssitzes nach Wien und Bezug eines eigenen PFG
-Büros in der ÖGB-Zentrale

– erstmals nach 50 Jahren erneute Kandidatur bei den AK-Wahlen in
Wien, Oberösterreich, Salzburg und Tirol

– Einzug in alle vier Arbeiterkammern mit insgesamt rund 11.000
Stimmen

Sollak erklärte dazu:

„Wir haben die PFG strukturell erneuert, breiter aufgestellt und
als unabhängige und parteifreie Kraft deutlich sichtbar gemacht –
innerhalb von ÖGB und AK, aber auch bei den Beschäftigten in den
Betrieben. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir nach fünf
Jahrzehnten wieder erfolgreich in vier Arbeiterkammern einziehen
konnten.“

Zwtl.: Toni Polivka neuer PFG-Bundesvorsitzender

Mit Toni Polivka, langjährigem Funktionär und Vorsitzendem der
Gewerkschaft der Pflichtschullehrer:innen Salzburg, übernimmt ein
erfahrener Personalvertreter und Gewerkschafter die Führung der PFG.
Der ausgebildete Volksschullehrer war bereits stellvertretender PFG-
Bundesvorsitzender und gilt als profilierter Vertreter der
parteifreien Gewerkschaftsbewegung.

Polivka betonte in seiner Antrittsrede:

„Die PFG bleibt eine starke Stimme ohne parteipolitische Bindung.
Mein Ziel ist es, unsere Präsenz in den Betrieben weiter auszubauen
und die Vernetzung innerhalb der Organisation zu stärken – klar,
unabhängig, parteifrei und mit voller Kraft für die
Arbeitnehmer:innen.“

Zwtl.: Kongressschwerpunkt: Einsatz gegen Kinderarbeit

Ein weiterer zentraler Themenblock war das gewerkschaftliche
Engagement gegen Kinderarbeit. Weltweit müssen laut ILO weiterhin
Millionen Kinder arbeiten, viele davon unter gefährlichen
Bedingungen. Der ÖGB, solidar Austria und das Netzwerk International
haben dazu die Kampagne „Wir gegen Kinderarbeit!“ gestartet.

„Wer Kinderarbeit wirklich beenden will, muss Gewerkschaften
stärken und für faire Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern
sorgen“, so Marcus Strohmeier, Internationaler Sekretär des ÖGB.

Mehr Informationen:
https://www.netzwerkinternational.at/posts/start-der-
gewerkschaftskampagne-wir-gegen-kinderarbeit

Zwtl.: Ausblick

Mit der erfolgreichen Durchführung des 28. Bundeskongresses sowie
den Neuwahlen des Bundespräsidiums und Bundesvorstands startet die
PFG gestärkt in die neue Funktionsperiode. Ziele bleiben:

– Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung

– Stärkung und Unterstützung parteifreier Betriebsrät:innen und
Personalvertreter:innen

– ein selbstbewusstes, kämpferisches und unabhängiges Auftreten für
die Arbeitnehmer:innen in Österreich