Wien (OTS) – Mittagsempfang zu APA-Jubiläum – geschäftsführende
APA-Vorständin
Maria Scholl: „Zuversicht und Unerschrockenheit” – Dialog zu
Bedeutung verlässlicher Informationslieferketten in einer
digitalisierten Welt
Die APA – Austria Presse Agentur beging gestern, Mittwoch, in
einem Festakt ihr 80-jähriges Jubiläum als unabhängige
Nachrichtenagentur. Bei einem prominent besuchten Mittagsempfang im
APA-Pressezentrum wurde kurz in die Vergangenheit, angesichts großer
Herausforderungen für die Medienbranche jedoch primär in die Zukunft
geblickt. „Zuversicht und Unerschrockenheit” seien gefragt, hielt die
geschäftsführende APA-Vorständin Maria Scholl fest, die am selben Tag
in der APA-Generalversammlung gemeinsam mit Klemens Ganner mit der
interimistischen Führung der APA-Geschäfte betraut worden war.
In ihren einleitenden Worten nahm Scholl Bezug auf den Kipppunkt,
an dem sich die Medienbranche aktuell befinde. „Was tun wir an einem
Kipppunkt? Wir springen und errichten. Hier ist Zuversicht gefragt
und ein Bekenntnis zu jenen Prinzipien, die wir in der APA seit 80
Jahren jeden Tag mit Leben erfüllen“, so Scholl. Gemeint seien dabei
unter anderem geprüfte, vertrauenswürdige Informationen, Äquidistanz
zu den Objekten der Berichterstattung, die Verteidigung von Fakten
sowie die Unabhängigkeit von Politik und den Interessen Einzelner.
Dem ebenfalls anwesenden ehemaligen APA-CEO und designierten ORF-
Generaldirektor Clemens Pig gratulierte sie zu seiner neuen Rolle und
würdigte sein Wirken in den vergangenen zehn Jahren an der Spitze der
APA.
Zwtl.: Verlässlichkeit und Innovation
Im darauffolgenden Podiumsgespräch nahmen neben Scholl unter der
Moderation der stellvertretenden Chefredakteurin der APA, Katharina
Schell, die Vorsitzende des APA-Aufsichtsrates und aktuelle ORF-
Generaldirektorin Ingrid Thurnher sowie der langjährige
Vorstandsvorsitzende der APA, Hermann Petz (Moser Holding), teil.
Thurnher hob zunächst hervor, dass man sich auf das journalistische
Versprechen der APA immer verlassen könne: „Das Verlässliche ist
geblieben und dazu hat sich die APA mittlerweile zu einem
Technologieunternehmen entwickelt, das weit über die Rolle einer
Nachrichtenagentur hinausgeht.“ Petz sprach von der APA als
„Stabilitätsanker” und „Innovationsplattform”, die technologische
Entwicklungen verantwortungsvoll begleite und Services für ihre
Kunden anbiete. Er wies darauf hin, dass sich die Medienwelt in den
letzten Jahren zwar stark gewandelt habe, der Grundauftrag der
Nachrichtenagentur aber weiterhin gelte. Dem fügte er hinzu: „Aus
meiner Sicht ist die genossenschaftliche Idee, die das alles in Gang
gesetzt und überhaupt erst ermöglicht hat, das Fundament und heute
aktueller denn je.“
Als bestimmendes Branchenthema kam naturgemäß auch Künstliche
Intelligenz zur Sprache, Scholl erläuterte dazu die aktuelle APA-
Strategie unter dem Titel „APA[2]AI“: „Wir müssen uns immer mehr
fragen: Wie kommt der Journalismus in die KI? Wir gehen davon aus,
dass die erste Instanz, die mit unseren Inhalten in Zukunft arbeiten
wird, vielleicht nicht mehr der Mensch, sondern agentische KI-Systeme
sein werden.“ In dieser Welt sei es eine wesentliche Aufgabe von
Nachrichtenagenturen, transparente Lieferketten von Informationen
sicherzustellen. „Wir sind die, die Originalinformationen aufbringen
und in die KI-Welt hineinbringen müssen“, so Scholl. Thurnher schloss
daran an: „Je komplexer die Welt, desto wichtiger sind die
essenziellen Fragen: Wofür gibt es uns? Was erwarten die Menschen von
uns und wie können wir das herstellen?“ Solange diese Klarheit des
Auftrags bestehe, bleibe sie Optimistin.
Zum Abschluss des Jubiläums-Events kamen in einer Videobotschaft
ehemalige Alfred-Geiringer-Stipendiat:innen zu Wort. Das Stipendium
wird seit Anfang der 2000er Jahre von der APA gestiftet und
ermöglicht heimischen Journalist:innen einen dreimonatigen Aufenthalt
am Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität
Oxford. Namensgeber Geiringer legte den Grundstein für den Weg zur
Unabhängigkeit, den die APA seit 1946 beschreitet.
Zwtl.: 80 Jahre Unabhängigkeit
Anlässlich des Jubiläums-Festakts wurde auch eine begleitende
Ausstellung mit Fotos zum Zeitgeschehen im APA-Gebäude präsentiert.
Vor 80 Jahren als Genossenschaft im Besitz der österreichischen
Zeitungsverlage gegründet, nahm die APA am 1. September 1946 im
Gebäude der Wiener Börse die Arbeit auf. Sie ist damit eine von nur
rund 20 Nachrichtenagenturen weltweit, die unabhängig von Staat und
Regierung sind, und zählt aktuell zu den wirtschaftlich
erfolgreichsten Nachrichtenagenturen Europas. Die APA-Gruppe setzt
sich aus der genossenschaftlich organisierten Nachrichtenagentur (APA
-News) und mehreren nationalen und internationalen Tochterunternehmen
zusammen und ist mit letzteren in den Geschäftsfeldern Informations-
und Kommunikationsmanagement (APA-Comm) sowie Informationstechnologie
(APA-Tech) tätig.
Die multimediale Berichterstattung der APA dient Medien als
zuverlässige, unabhängige, schnelle und faktenbasierte Quelle, mit
Medienbeobachtungs-, Medienanalyse- und Verbreitungsdiensten bietet
die Unternehmensgruppe maßgeschneiderte Lösungen für
Kommunikationsspezialist:innen in Politik und Wirtschaft. Sie
fungiert als kooperative Plattform für digitale Medien- und
Technologielösungen und definiert sich in ihrer aktuellen KI-
Strategie als voll integrierbare Intelligence Providerin in allen
Geschäftsfeldern.
www.apa.at
Service: Meilensteine, Fakten und Anekdoten aus 80 Jahren APA: 80
Jahre | APA – Austria Presse Agentur
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