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Amstetten: BHÖ plant dauerhafte Sicherung alter Stollenanlagen

Amstetten (OTS) – Wie in einer Pressekonferenz am 19.12.2025 in
Amstetten durch
Burghauptmann Reinhold Sahl und durch den Bürgermeister von Amstetten
Christian Haberhauer angekündigt, wird die Burghauptmannschaft
Österreich ab dem Frühjahr 2026 in Amstetten zwei unterirdische
Stollenanlagen am Reitbauernberg und Kreuzberg kontrolliert
verfüllen. Der beginnende Verfall der Bauwerke sowie natürliche
Veränderungen in ihrem Inneren erfordern eine dauerhafte
Stabilisierung. Das Bauprojekt wird von der Eigentümerin der Stollen,
der Burghauptmannschaft Österreich in Vertretung der Republik
Österreich, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Amstetten geplant und
umgesetzt. Im Vorfeld werden umfassende Informationsmaßnahmen über
die geplanten Baumaßnahmen für die Anrainerinnen und Anrainer
gesetzt.

Zwtl.: Geologische Untersuchungen bestätigen Dringlichkeit der Maßnahmen

Die Stollenanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg wurden im Rahmen
umfangreicher geologischer und bautechnischer Untersuchungen laufend
mittels Laserscanning-Technologie auf ihre Stabilität sowie
Veränderung hin überprüft. Die Ergebnisse dieser Analysen durch
Geologie- und Bauingenieur-Experten bestätigen die zunehmende
Instabilität der Bauwerke. Besonders die anliegenden Wohngebiete
sowie die öffentliche Infrastruktur müssen durch die bevorstehenden
Baumaßnahmen abgesichert werden. Daher setzt die Burghauptmannschaft
Österreich gemeinsam mit den Behörden der Stadt Amstetten ab dem
Frühjahr 2026 das Bauprojekt zur Stabilisierung als langfristige
Gefahrenprävention um. Sämtliche Arbeiten werden aus
Sicherheitsgründen ober Tage erfolgen: auf einer Strecke von ca. 1,6
km werden ca. 150 Bohrlöcher gesetzt, über die hochwertiges
Verfüllmaterial in die Hohlräume eingebracht wird.

„Wir haben die Situation gründlich analysiert und die Sicherheit der
Anrainerinnen und Anrainer hat für uns oberste Priorität“, betont
Burghauptmann Reinhold Sahl. „Der kontrollierte Abbruch der
verfallenden Stollenanlagen mittels Verfüllung bedeutet eine
langfristige Stabilisierung des Untergrundes in den Wohngebieten.“

Nach dem derzeitigen Bauzeitplan sind für die Verfüllbohrungen ca. 6
Wochen veranschlagt, inkl. der Vorbereitungen und
Wiederherstellungstätigkeiten ca. 7-8 Monate. Die Burghauptmannschaft
Österreich wickelt das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der
Gemeinde Amstetten als örtlich zuständige Baubehörde ab.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im April 2026 beginnen und
sind in mehrere Phasen gegliedert – durchgeführt von Baufirmen, die
auf Stollenverfüllungen spezialisiert sind. Für die Anrainerinnen und
Anrainer wurde im Dezember 2025 eine Ombudsstelle eingerichtet und im
Frühjahr ist eine öffentliche Informationsveranstaltung für
interessierte Bürgerinnen und Bürger geplant. Die Ombudsstelle ist
unter amstetten@burghauptmannschaft.a t sowie telefonisch unter +43 1
536 49-814606 erreichbar.

Alle Informationen hierzu sowie die Kontaktdaten der Ombudsstelle
finden sich auf der Webseite der Burghauptmannschaft Österreich.