Wien (OTS) – Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse der ERC
Starting Grant
Ausschreibung 2026 bekannt gegeben. In dem hochkompetitiven
Auswahlverfahren setzten sich 18 in Österreich tätige
Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher unter der Rekordzahl von
4.807 Antragstellenden durch. Die Zahl der eingereichten Anträge lag
damit um 22 % über dem Vorjahreswert. Insgesamt konnten die
erfolgreichen 18 Forschenden knapp 31,5 Millionen Euro an
Fördermitteln für den Forschungsstandort Österreich einwerben.
Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Eva-
Maria Holzleitner gratuliert: „Herzlichen Glückwunsch an alle 18
Preisträgerinnen und Preisträger, ihre Teams und
Forschungseinrichtungen zu dieser herausragenden Leistung! Der
anhaltende Erfolg bei den ERC Starting Grants unterstreicht die
hervorragende Qualität und das große Potenzial junger Forschender in
Österreich. Hervorzuheben ist zudem, dass 21 der insgesamt 421 in
dieser Ausschreibung ausgewählten Forschenden derzeit in den USA und
Kanada tätig sind und für ihre Projekte nach Europa wechseln werden.
Dies zeigt, dass Europa ein attraktiver Standort für Spitzenforschung
ist. Und wir werden dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Mit dem
ERC und der europäischen Initiative „Choose Europe“ schaffen wir
Möglichkeiten und konkrete Perspektiven für Spitzenforscher:innen und
stärken den Forschungsstandort Europa nachhaltig.“
Insgesamt neun der Grants mit einer österreichischen
Gastorganisation sind im Bereich der Physik und
Ingenieurswissenschaften angesiedelt. Weitere sechs Grants wurden von
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Bereich der Sozial- und
Geisteswissenschaften eingeworben, während drei Grants an Projekte in
den Life Sciences gehen.
Entsprechend vielfältig sind die geförderten Forschungsthemen und
die beteiligten Forschungseinrichtungen. Besonders erfolgreich waren
in dieser Ausschreibung Forschende am Institute of Science and
Technology Austria (ISTA), die fünf Grants einwerben konnten. Drei
weitere Grants gehen an Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftler der
Universität Innsbruck; je zwei Grants wurden an Forschende der
Medizinische Universität Wien, der Technische Universität Wien, der
Universität Graz und der Universität Wien vergeben; je ein Grant geht
an die Central European University sowie an die Medizinische
Universität Innsbruck.
Für die diesjährige Ausschreibung wurde vom Europäischen
Forschungsrat ein Budget in der Höhe von 705 Millionen Euro für 421
erfolgreiche Antragstellende bereitgestellt – dies entspricht einer
Erfolgsquote von 8,8 % (AT: 9,7 %).
Insgesamt werden aus den geförderten Projekten europaweit etwa
2.700 Arbeitsplätze für Post-Docs sowie Doktorandinnen und
Doktoranden entstehen. Die meisten Projekte sind heuer in Deutschland
(89) angesiedelt, gefolgt von Großbritannien (47), Frankreich (38)
und der Schweiz (36).
Bei den ERC Starting Grants handelt es sich um eine renommierte
Förderung von durchschnittlich 1,5 Millionen Euro pro
Forschungsprojekt (in Ausnahmefällen bis zu 3,5 Millionen Euro). Der
Grant unterstützt exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
in einer frühen Karrierephase – bis zehn Jahre nach Abschluss des
Doktorats – auf dem Weg in die wissenschaftliche Unabhängigkeit. Mit
dem Geld können sie als Principal Investigators (Projektleiterinnen
und Projektleiter) unter anderem eigene Arbeitsgruppen für das
jeweilige ausgezeichnete Forschungsprojekt aufbauen.
Bei Interesse an den verschiedenen jährlichen Ausschreibungen des
ERC bietet die FFG als Nationale Kontaktstelle (National Contact
Point, NCP) ein breites Unterstützungsangebot, das neben
Informationsveranstaltungen und Trainings zur Antragstellung auch
Feedback zu Projektanträgen und Interview-Trainings umfasst. Horizon
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