Ferienbetreuung in Niederösterreich

St. Pölten (OTS) – Am 3. Juli starten Niederösterreichs Schülerinnen
und Schüler in
die Sommerferien. Während sich Kinder und Jugendliche auf neun
unbeschwerte Ferienwochen freuen, stehen viele berufstätige Eltern
und Erziehungsberechtigte vor der Herausforderung, die Betreuung
ihrer schulpflichtigen Kinder zu organisieren. Um bedarfsgerechte
Ferienbetreuungsangebote zu schaffen und die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf zu fördern, arbeiten das Land Niederösterreich und
die Gemeinden eng zusammen. Zunehmend wichtiger werden dabei auch
Gemeindekooperationen. Um Familien und Gemeinden bestmöglich zu
unterstützen, hat das Land Niederösterreich auch heuer wieder ein
umfassendes Paket geschnürt. Dazu informierten Landesrätin
Christiane Teschl-Hofmeister, Barbara Trettler, Geschäftsführerin
der Familienland Niederösterreich GmbH, und Bürgermeisterin Barbara
Kainz am heutigen Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in der
Volksschule in Pöchlarn.

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte die Entlastung
der Familien als klares Ziel der NÖ Kinderbetreuungsoffensive und
führte aus, dass im Rahmen dieser die Schließtage von Kindergärten in
den Sommerferien von drei Wochen auf eine Woche reduziert und die
kostenlose institutionelle Kinderbetreuung am Vormittag im
Kindergarten auch auf Kleinkinder in Tagesbetreuungseinrichtungen
ausgeweitet worden seien. „Wir ziehen an einem ganz eindeutigen
Strang“, sagte die Landesrätin „Danke an die Gemeinden“. Erfreulich
sei, dass die Gemeinden zunehmend stärker miteinander kooperieren,
was die Ferienbetreuung betreffe. Als Argumente, die für
Gemeindekooperationen sprechen, nannte Teschl-Hofmeister die
finanzielle Entlastung insbesondere kleinerer Gemeinden, die
effizientere Nutzung von Personal, Infrastruktur und Ressourcen, die
höhere Auslastung der Ferienbetreuungsangebote, die Steigerung der
Standort- und Wohnattraktivität der Gemeinden und die Stärkung der
regionalen Zusammenarbeit. Vorteile für Eltern und
Erziehungsberechtigte seien durchgängigere Betreuungsangebote, mehr
Planungssicherheit während der Sommerferien, hochwertige Betreuung,
bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Betreuung der Kinder
im vertrauten, wohnortnahen Umfeld.

„Wir haben zur Sicherung der Ferienbetreuung schulpflichtiger
Kinder ein umfassendes Paket für die Gemeinden geschnürt“, führte
Teschl-Hofmeister aus, dass die Unterstützung seitens des Landes aus
finanziellen Förderleistungen für die Gemeinden und pädagogischen
Angeboten, aber auch kostenlosen Angeboten für Inhaberinnen und
Inhaber eines Familienland-Passes bestehe.

Jährlich werde von der Familienland Niederösterreich GmbH unter
Niederösterreichs Gemeinden eine Umfrage durchgeführt. Zur
Ferienbetreuung im Sommer 2025 hätten 473 Gemeinden eine Rückmeldung
gegeben, informierte die Landesrätin, dass davon 347 ein
Ferienangebot für schulpflichtige Kinder angeboten hätten – vom
Ferienspiel bis zur mehrwöchigen Betreuung. „66 Gemeinden haben im
Rahmen der jährlich durchgeführten Befragung rückgemeldet, dass sie
kooperiert haben“, führte Teschl-Hofmeister aus, dass das eine
Steigerung sei, denn im Vorjahr hätten 61 Gemeinden kooperiert. „280
Gemeinden haben eine Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder für
mindestens sechs Wochen angeboten. 319 Gemeinden haben die
Ferienbetreuung direkt am Schulstandort stattfinden lassen. Im
Durchschnitt sind pro Woche rund 5.000 Kinder betreut worden“, so
Teschl-Hofmeister.

„Ungefähr 75 Prozent der Gemeinden haben rückgemeldet und gesagt,
sie werden ein Angebot für schulpflichtige Kinder anbieten. Die
Anzahl der Gemeindekooperationen bleibt stabil“, sagte die
Landesrätin in Vorschau auf den Sommer 2026. Sie hielt außerdem fest,
dass im ländlichen Raum die Ferienbetreuung oft durch den
Familienverband übernommen werde.

Hinsichtlich der finanziellen Förderung für Gemeinden, die eine
Ferienbetreuung organisieren, hob die Landesrätin die NÖ
Landesförderung im Rahmen des Ferienbetriebes in den Kindergärten in
den Ferienwochen 4 bis 6 sowie für die Aktion „Ferienbetreuung“
hervor. Die Höhe der Förderung betrage maximal 250 Euro pro Gruppe
und Woche, bei integrativem Betreuungsangebot maximal 400 Euro pro
Gruppe und Woche. Zudem gebe es die Förderung von Seiten des Bundes:
Wenn die Ferienbetreuung an einem Schulstandort mit schulischer
Tagesbetreuung stattfinde, haben Gemeinden die Möglichkeit pro
Schuljahr maximal 6.500 Euro Förderung für die Durchführung einer
Ferienbetreuung zu erhalten. „Im vergangenen Jahr wurden für die
Ferienbetreuung aus Mitteln des Landes und des Bundes insgesamt über
zwei Millionen Euro ausbezahlt.“

Teschl-Hofmeister betonte weiters die Familienland
Niederösterreich GmbH als wichtigen Kooperationspartner für alle
Ferienbetreuungsangebote und nannte auch die Angebote mit der
Wirtschaftskammer Niederösterreich wie die Ferienwoche
„Business4Kids“ und die WIFI Kids Academy. „Es ziehen viele an einem
Strang, der immer in die Richtung geht, es den Familien in
Niederösterreich möglichst einfach zu machen“, betonte die
Landesrätin auch die zahlreichen Angebote von Vereinen.

Barbara Trettler, Geschäftsführerin der Familienland
Niederösterreich GmbH, informierte, dass die Familienland
Niederösterreich GmbH auch in diesem Sommer wieder
Kooperationspartner von ca. 75 niederösterreichischen Gemeinden sein
werde. „Dabei sind insgesamt 190 Freizeitbetreuerinnen und
Freizeitbetreuer im Einsatz, die mit großem Engagement und viel
Kreativität für ein abwechslungsreiches und hochqualitatives
Ferienbetreuungsangebot sorgen werden“, sprach Trettler auch das
umfassende Aus- und Weiterbildungsangebot an, um die Qualität in der
Ferienbetreuung und in der schulischen Tagesbetreuung gewährleisten
zu können. „Mit dem Basiskurs Pädagogik ermöglichen wir auch
Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern den beruflichen Einstieg in
die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, so Trettler.

Der Anspruch sei es, Kindern ein qualitativ-hochwertiges,
abwechslungsreiches Programm und zugleich eine wertvolle Zeit zu
ermöglichen. Unterstützt werden die Freizeitbetreuerinnen und
Freizeitbetreuer in ihrer Arbeit durch eine umfangreiche Arbeitsmappe
mit einem pädagogischen Konzept für die Betreuung in den Schulferien.
Im Rahmen des Kinderschutzkonzeptes stehe ein praxisorientierter
Handlungsleitfaden zur Verfügung. „Ferienerlebnisse sind für Kinder
und Jugendliche von besonderer Bedeutung; sie schaffen Raum für
Freundschaften, gemeinsame Erlebnisse, Bewegung, Kreativität und
persönliche Entwicklung“, betonte Trettler, dass die Ferienbetreuung
neben der Unterstützung von Familien Kindern die wichtige Möglichkeit
biete, neue Erfahrungen zu sammeln, das Selbstvertrauen zu stärken,
Freundschaften zu knüpfen und soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Bürgermeisterin Barbara Kainz als Sprecherin der Kleinregion,
führte aus, dass die Kleinregion im Jahr 2000 gegründet worden sei,
um effizient zu arbeiten, Ressourcen zu schonen und vor allem die
Kosten im Rahmen zu halten; 2005 sei die Ferienbetreuung dann in der
Kleinregion zum ersten Mal umgesetzt worden. „Unsere Kleinregion
besteht aus den vier Gemeinden Golling, Erlauf, Pöchlarn und
Krummnußbaum und heuer dürfen wir die Ferienbetreuung in zwei
Volksschulen umsetzen – in der Volksschule Pöchlarn und in der
Volksschule Golling“. Man biete insgesamt die Ferienbetreuung für
acht Wochen an. „Wir haben drei Mitarbeiterinnen, die im Februar
bereits beginnen, sich Gedanken über das Programm zu machen“, betonte
Kainz, dass man „hochqualifiziert aufgestellt“ sei. „Gemeinsam ist
unser Stichwort – gemeinsam zu erleben, gemeinsam zu gestalten und
gemeinsam auch die Kosten zu stemmen“, führte Kainz aus, dass man
heuer 41 Kinder betreue.

Nähere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter
Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@
noel.gv.at, Familienland Niederösterreich GmbH, Karin Feldhofer,
Leitung Kommunikation & Marketing, Telefon 02742/9005-13484, E-Mail
karin.feldhofer@noel.gv.at, www.noe-familienland.at