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FPÖ – Kaniak: „Schumanns Wahlarzt-Deckel ist kommunistischer Anschlag auf freie Arztwahl“

Wien (OTS) – Die Forderung von SPÖ-Gesundheitsministerin Schumann
nach einer
Deckelung der Wahlarzthonorare sei ein „planwirtschaftlicher
Frontalangriff auf den freien Arztberuf und die Erwerbsfreiheit und
gibt Zeugnis über die Arbeitsverweigerung der Ministerin, die
geflissentlich ihre Hausaufgaben ignoriert“, kritisierte heute der
freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des
parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak.
Anstatt die massiven Probleme im öffentlichen System zu lösen, starte
die Ministerin einen ideologischen Feldzug gegen jene Ärzte, die die
Versäumnisse der Regierung ausgleichen müssen.

„Ende 2025 waren über 300 Kassenstellen unbesetzt, weil sich
niemand mehr findet, der sich das antun will! Gleichzeitig explodiert
die Zahl der Wahlärzte auf über 12.000. Das ist die logische
Konsequenz einer verfehlten Politik! Die verbleibenden Kassenärzte
haben 18 Prozent mehr Patientenkontakte, die Versorgungsdichte ist im
Zeitraum 2021 bis 2024 um neun Prozent eingebrochen. Dann wundert
sich die Regierung, dass die Ärzte in den Wahlarztbereich flüchten?
Mich wundert das nicht!“, erklärte Kaniak.

Für den freiheitlichen Gesundheitssprecher sei die Debatte ein
reines Ablenkungsmanöver: „Die Ministerin zündet eine riesige
Nebelgranate, um von diesem Totalversagen abzulenken. Die Zwei-
Klassen-Medizin ist längst Realität, weil die Regierung das
Kassensystem ruiniert hat und Patienten monatelang auf Termine warten
müssen. Wahlärzte füllen eine entscheidende Lücke, die durch das
Versagen der Politik überhaupt erst entstanden ist. Die Folge dieses
sozialistischen Anschlages wird sein, dass immer mehr Jungmediziner
und bereits etablierte Ärzte in das benachbarte Ausland übersiedeln
werden.“

Die Lösung liege nicht in Zwang und Deckelung, sondern in einer
Attraktivierung des öffentlichen Systems. „Wir brauchen bessere
Rahmenbedingungen für Kassenärzte, weniger Bürokratie und eine faire
Abgeltung ihrer Leistungen. Nur so können wir die flächendeckende
Versorgung sicherstellen. Wir Freiheitliche fordern eine echte
Reform, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt und die ärztliche
Versorgung für alle Österreicher sichert, anstatt ideologische
Grabenkämpfe auf dem Rücken der Kranken auszutragen!“, erklärte
Kaniak abschließend.