Straßburg (OTS) – Schwerpunkt: Gegen das Vergessen
ARTE erinnert an die Befreiung des KZ Auschwitz
Online auf arte.tv und am 26. und am 27. Januar im TV
ARTE gedenkt der Holocaust-Opfer mit einem besonderen
Programmschwerpunkt: Neben dem oscarprämierten Drama Son of Saul
arbeiten gleich mehrere Dokumentationen den NS-Terror auf.
Weltkarriere einer Lüge widmet sich dem Ursprung antisemitischer
Verschwörungstheorien. Der Doku-Zweiteiler Die Überlebenden zeichnet
nach, wie schwer sich der Neuanfang für die befreiten KZ-Häftlinge
gestaltete. Um das Geschäft mit Nazi-Raubkunst geht es in Der
Plünderer , konkret um das Netzwerk des Göring-Vertrauten Bruno
Lohse. Er machte noch lange nach 1945 mit dem Verkauf gestohlener
Kunst ein Vermögen.
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Montag, 26. Januar
21.55 | Ab 26. Januar auf arte.tv
Son of Saul
Spielfilm von László Nemes und Clara Royer
ZDF/ARTE, Laokoon Filmgroup
Polen, 2015, 101 Min.
Saul Ausländer gehört zum Sonderkommando, einer Spezialeinheit
der jüdischen Häftlinge, die gezwungen wurden, in der Maschinerie der
Nazi-Konzentrationslager zu helfen. Während der Arbeit entdeckt er
die Leiche eines Jungen …Mit dem Golden Globe und dem Oscar für den
besten fremdsprachigen Film 2015 ausgezeichnetes Debüt des
ungarischen Regisseurs László Nemes.
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23.35 | Bereits online
Weltkarriere einer Lüge – Die Protokolle der Weisen von Zion
Dokumention von Felix Moeller
RBB/ARTE, Blueprint Film
Deutschland, 2025, 53 Min.
Erstausstrahlung
Sie gelten als Ursprung moderner Verschwörungserzählungen: die
sogenannten Protokolle der Weisen von Zion. Obwohl bereits vor über
100 Jahren als Fälschung entlarvt, befeuern die darin verbreiteten
Narrative noch heute Hass, Hetze und Gewalt. Die Dokumentation zeigt,
wie eine obskure Schrift aus dem zaristischen Russland zum
wesentlichen Bestandteil des modernen Antisemitismus wurde.
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Dienstag, 27. Januar
20.15 | Ab 27. Januar auf arte.tv
Die Überlebenden – Neuanfang nach dem Holocaust
2-teilige Dokumention von Antoine Dauer und Michèle Dominici ARTE
France, Artline FilmsFrankreich, 2025, 2×47 Min.
Erstausstrahlung
Die Befreiung der Konzentrationslager bedeutete für viele
Überlebende keinen Neuanfang, sondern neue Ungewissheit. In
„Displaced-Persons“-Camps harrten sie monate- oder sogar jahrelang
aus. Ihre Berichte zeigen: Zwischen Trauma und Perspektivlosigkeit
entstand eine improvisierte Welt, in der langsam neuer Lebensmut
erwachte.
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21.50 | Ab 27. Januar auf arte.tv
Der Plünderer – Das Geschäft mit der Nazi-Raubkunst
Dokumentarfilm von Hugo McGregor
BR/ARTE, Living Memory Productions, The WNET Group
Deutschland, Frankreich, USA, 2023, 106 Min.
Erstausstrahlung
Der Dokumentarfilm enthüllt, wie Nazi-Kunsthändler, allen voran
Bruno Lohse nach 1945 jahrzehntelang mit geraubter Kunst Millionen
machten, während Entrechtete vergeblich um ihr Erbe kämpften. Der
Film verfolgt die Spuren vom besetzten Paris über das München der
Nachkriegszeit bis in die Schweiz und zeigt, wie der globale
Kunsthandel bis heute von Raubkunst profitiert.
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23.40 | Ab 27. Januar auf arte.tv
Das Geheimnis der Urnen von Prag
Dokumention von Oier Plaza Gartzia
ARTE, Babel Doc, FMK Filmak, Cinepoint
Spanien, Frankreich, Tschechische Republik, 2024, 53 Min.
Erstausstrahlung
Prag im Zweiten Weltkrieg: Inmitten der deutschen Besatzung
wagten ein Vater und sein Sohn einen lebensgefährlichen Akt des
Widerstands: Heimlich retteten sie im Krematorium Strasnice die Asche
von mehr als 2.000 Opfern des Nationalsozialismus. Die Dokumentation
enthüllt ein bis dato völlig unbekanntes Kapitel des Zweiten
Weltkriegs.
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Weitere Programme auf arte.tv
Bereits online auf arte.tv
Re: Ein Dorf ringt mit seiner NS-Vergangenheit
Reportage von Katharina Zabrzynski
RBB/ARTE
Deutschland, 2024, 30Min.
Wilhelm Drewes möchte für einen polnischen Zwangsarbeiter, der
1942 in der Nähe seines Dorfes erhängt wurde, eine Gedenktafel
aufstellen. Doch Frankenfelde ist politisch tief gespalten. Die
brandenburgische AfD ist hier stärkste Partei. Gelingt es Drewes die
Gräben zu überwinden und das Dorf für sein Vorhaben zu gewinnen?
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Ab 15. Januar online auf arte.tv
Sabotage – Weiblicher Widerstand in Auschwitz
Dokumentation von Noa Aharoni
ARTE France, Doc. Films
Israël, 2022, 52 Min.
Erstausstrahlung
Im Januar 1945 wurden vier jüdische Frauen im KZ Auschwitz-
Birkenau erhängt. Sie waren Mitglieder einer Widerstandsgruppe, die
am Aufstand des jüdischen Sonderkommandos im Oktober 1944 beteiligt
waren. „Sabotage“ erzählt ihre dramatische Geschichte aus der
Perspektive von Anna Wajcblum, deren ältere Schwester am Aufstand
beteiligt war.
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