Wien (OTS) – Die rund 66.000 Arbeiter:innen in der Denkmal-,
Fassaden- und
Gebäudereinigung (DFG) erhalten mit Jahresbeginn 2026
durchschnittlich 3,25 Prozent mehr Lohn. Für Facharbeiter:innen mit
Lehrabschluss in der Reinigungstechnik steigt das Einkommen sogar um
4,5 Prozent, Lehrlinge bekommen plus 6 Prozent. „Damit liegt der
aktuelle Abschluss im Durchschnitt über der Inflationsrate – ein
starkes Zeichen für eine weiblich geprägte Branche, die oft übersehen
wird“, betont Gernot Kopp, Vorsitzender des vida-Fachbereichs
Gebäudemanagement.
Nachverhandlung wegen höherer Inflation
Der aktuelle Abschluss basiert auf einer rollierenden Inflation
von 3 Prozent. Da die Teuerung über 2,7 Prozent lag, kam es zu einer
Nachverhandlung des ursprünglichen Drei-Jahres-Abschlusses. Dieser
sieht auch vor, die Lohngruppen von sechs auf vier zu reduzieren, um
das Lohnschema zu vereinfachen und übersichtlicher zu gestalten.
„Mit der aktuellen Nachverhandlung haben wir ein erfreuliches
Ergebnis erreicht – trotz der wirtschaftlich angespannten Lage in
anderen Branchen“, erklärt vida-Gewerkschafter Gernot Kopp. „Das ist
ein wichtiger Erfolg für jene, die tagtäglich dafür sorgen, dass
Österreichs Betriebe, Schulen, Spitäler und öffentliche Gebäude
sauber bleiben.“
Die nächsten KV-Verhandlungen für die Reinigungskräfte finden im
Herbst 2027 statt. Dieser Kollektivvertrag wird dann mit 1. Jänner
2028 in Kraft treten.