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Land Oberösterreich kürzt beim Bildungskonto: AK-Präsident Stangl kritisiert massive Einsparungen in der Erwachsenenbildung

Linz (OTS) – Das Land Oberösterreich kürzt massiv in der
Erwachsenenbildung,
insbesondere beim oö. Bildungskonto. Für 2026 sind dafür nur mehr
rund 5,8 Million Euro veranschlagt, exakt eine Million Euro weniger
als im heurigen Jahr. Dies entspricht einer Kürzung von rund 15
Prozent. Zusätzlich werden die Ansprüche der Arbeitnehmer:innen durch
die Verlängerung der Förderperiode gekürzt. „ Jetzt bei der
beruflichen Weiterbildung von Arbeitnehmer:innen zu sparen, ist
angesichts der schwächelnden Konjunktur ein fatales Zeichen.
Schließlich soll mit dem Bildungskonto das Ziel verfolgt werden, die
persönliche Qualifikation zu verbessern und die Anpassung an neue
Anforderungen ermöglichen. Das wird mit Kürzungen immer schwieriger
“, so AK-Präsident Andreas Stangl.

Das oö. Bildungskonto unterstützt finanziell bei vielen
beruflichen Aus- und Weiterbildungen und fördert vor allem das
Nachholen von Lehrabschlussprüfungen auf dem zweiten Bildungsweg,
Deutschkurse zur sozialen und beruflichen Integration oder
kostenpflichtige Ausbildungen in der Kinderbildung- und -betreuung,
aber auch im Sozial- und Gesundheitsbereich wie zum Beispiel
Heimhilfe, Ordinations- bzw. Laborassistenz sowie höherwertige
digitale Ausbildungen. „ Bei diesem wichtigen Instrument zu kürzen
anstatt gerade in Zeiten des Fachkräftebedarfs die Förderung von
berufsbezogenen Weiterbildungen auszubauen, ist ein schwerer bildungs
– und standortpolitischer Fehler und daher strikt abzulehnen “, sagt
AK-Präsident Andreas Stangl.

Das oö. Bildungskonto dient dazu, insbesondere Personen mit
maximal Pflichtschulabschluss, älteren Arbeitnehmer:innen mit
geringem Einkommen, Wiedereinsteiger:innen und Karenzierten die
berufsbezogene Weiterbildung zu erleichtern und finanziell zu
ermöglichen. „ Diese Kürzungen des Landes Oberösterreich bedeuten für
viele bildungswillige Oberösterreicher:innen Mehrkosten und werden
dazu führen, dass sich weniger Personen weiterbilden können. “,
resümiert Stangl.

Die AK Oberösterreich rät jedenfalls all jenen, die zur Zeit
einen beruflichen Weiterbildungskurs besuchen, noch heuer den Antrag
auf Förderung durch das Oö. Bildungskonto einzureichen. Auf der
Homepage der AK Oberösterreich führt der Link Bildungskonto |
Arbeiterkammer Oberösterreich direkt zum Antrag, der dort online
ausgefüllt werden kann. Das Antragsformular kann auch per e-mail
unter bildungskonto@akooe.at als PDF-Formular bestellt werden.