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Medikamente kosten nicht nur, sondern schaffen vor allem Nutzen

Wien (OTS) – Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, nimmt zur
heutigen
Pressekonferenz des Dachverbands der Sozialversicherungsträger
Stellung und sagt: „ Es stimmt, dass die Anzahl der
erstattungsfähigen Medikamente gestiegen ist. Das ist insofern sehr
erfreulich, als damit immer mehr Behandlungsoptionen auch für immer
mehr Krankheiten zur Verfügung stehen. Es darf dabei aber folgendes
nicht außer Acht gelassen werden: Wir haben in Österreich ein Problem
mit den zu niedrigen Preisen im niedergelassenen Bereich. Für die
Unternehmen wird es immer schwieriger, ihre Produkte in der breiten
Versorgung zu halten, weil sich die Preisspirale kontinuierlich nach
unten dreht. Das ist vor dem Hintergrund der hohen Inflation noch
prekärer. Und gerade deshalb muss umso mehr auch der Nutzen von
Arzneimitteln bei Erstattungsfragen in den Fokus genommen werden, den
sie für Patientinnen und Patienten, für deren Angehörige, das
Gesundheitssystem und unsere Volkswirtschaft haben. “

Wichtig ist ebenso festzuhalten, dass die Beitragseinnahmen der
Krankenversicherungsträger in den vergangenen drei Jahren stärker
gewachsen sind als die Ausgaben für Heilmittel. An dieser Stelle übt
Herzog Kritik an der unvollständigen Darstellung der Zahlen: „Die
Unternehmen leisten jedes Jahr im Zuge sogenannter Preismodelle
Rückzahlungen an die Sozialversicherung. Diese beliefen sich laut
einer Erhebung seitens der pharmazeutischen Industrie auf knapp 600
Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das ist ein gewichtiger Faktor,
der Teil einer gewissenhaften Darstellung der Ausgaben für
Arzneimittel sein sollte.“

Das heute angesprochene, grundsätzlich hohe Niveau in der
Medikamentenversorgung gilt es jedenfalls für die Zukunft
abzusichern, was angesichts internationaler Entwicklungen nicht
garantiert ist. Dazu sagt Herzog: „Wir brauchen hier die Einstellung,
dass uns höchste Versorgungsqualität auch etwas wert sein muss. Die
Reduktion von Medikamenten allein auf ihre Kosten wird ihrem Beitrag
zu unserer Gesundheit und Volkswirtschaft nicht gerecht. Eine
Investition in die Gesundheit der Bevölkerung wiederum ist eine in
unsere Wirtschaft und unseren Standort.“

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Juli 2026), die den
Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre
Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit
mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und
Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.