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Moderne Krebsmedizin verbessert Krankheitsprognosen von Betroffenen

Wien (OTS) – Rund 440.000 Menschen in Österreich leben derzeit mit
der Diagnose
Krebs. Jedes Jahr kommen etwa 46.000 neue Fälle hinzu. Obwohl Krebs
hierzulande weiterhin die zweithäufigste Todesursache ist, steigen
die Überlebenschancen dank evidenzbasierter und zeitgerechter
Früherkennung, Diagnostik und Behandlung. Eine Umfrage unter den in
Österreich forschenden PHARMIG-Mitgliedsunternehmen zeigt, dass die
Onkologie das am häufigsten beforschte Gebiet im Zuge der
Medikamentenentwicklung ist.

Wie aus der Umfrage hervorgeht, entfielen im Jahr 2024 insgesamt
184 klinische Prüfungen und damit 43 Prozent aller 430 von
pharmazeutischen Unternehmen in Österreich gesponserten Studien auf
die Onkologie. Mit über 1.700 Teilnehmenden an diesen Studien stellt
Krebs damit die größte Patientengruppe in der klinischen Forschung
dar. Für Betroffene bedeutet das einen frühen Zugang zu Medikamenten
mit modernsten Wirkstoffen und Therapieansätzen.

„Österreich trägt dank der hier durchgeführten klinischen Studien
wesentlich zur Verbesserung der Versorgung von Menschen, die an Krebs
leiden, bei“, hält Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG,
anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar fest. „Freilich würden
wir uns weit mehr Forschung hierzulande wünschen, denn wir haben
ideale Voraussetzungen dafür. Und es wäre speziell zum Vorteil jener,
die an Krebs leiden. Denn im Rahmen klinischer Studien erhalten
Patientinnen und Patienten oft bereits Jahre vor der Markteinführung
Zugang zu den neuesten Therapien, was gerade bei Krebs
überlebensentscheidend sein kann“, so Herzog.

Ein Blick auf die europäischen Zulassungen zeigt, wie schnell
sich die Krebsmedizin weiterentwickelt. In den vergangenen vier
Jahren wurden insgesamt 106 neue Krebsmedikamente zugelassen bzw. von
der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zur Zulassung empfohlen.
Davon entfielen 18 auf das Jahr 2025, darunter Produkte, die
Wirkstoffe gezielt zu Tumorzellen bringen, wichtige Signalwege in
Krebszellen hemmen oder das Immunsystem gentechnisch verstärken.
Weltweit befinden sich derzeit mehr als 2.000 onkologische Wirkstoffe
in der Pipeline.

Welche Auswirkungen die beständige Entwicklung neuer
Krebstherapien für Betroffene in Österreich hat, lässt sich an den
neuesten Überlebensdaten klar erkennen. Die relative
Fünfjahresüberlebensrate liegt laut Statistik Austria inzwischen bei
63 Prozent und damit zwei Prozentpunkte höher als in der
Diagnoseperiode 2010 bis 2014, in der sie 61 Prozent betrug. Diese
Verbesserung ist neben den Therapien freilich auch den Fortschritten
bei Prävention, Früherkennung und Diagnostik zuzuschreiben.

Der kürzlich von der Österreichischen Gesellschaft für
Hämatologie und Medizinische Onkologie (ÖGHO) und der
Österreichischen Krebshilfe veröffentlichte Österreichische
Krebsreport 2025 bestätigt diesen Trend und zeigt, dass innovative
Therapien dazu beitragen, den Verlauf vieler Erkrankungen deutlich zu
verbessern. Besonders ältere Patientinnen und Patienten ziehen
spürbaren Nutzen aus diesen Fortschritten, weil sie heute trotz oft
vorliegender Begleiterkrankungen viel besser und gezielter behandelt
werden können als früher.

„Die Diagnose Krebs ist und bleibt für Betroffene und Angehörige
nach wie vor ein Schock. Gleichzeitig gibt es für immer mehr
Krebsarten wirkungsvolle Therapien. Das verbessert die
Überlebenschancen und schenkt vielen Menschen Lebensjahre, die vor
diesen Therapien verloren waren. Das macht die Forschung so unendlich
wertvoll“ , so Herzog.

Über die PHARMIG: Die PHARMIG ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband ca. 120 Mitglieder (Stand Februar 2026), die den
Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die PHARMIG und ihre
Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit
mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und
Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.