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NEOS zu Mercosur: Zeit zu handeln

Brüssel/Wien (OTS) – Nach der kurzfristigen Verwirrung um eine
vermeintliche Einigung beim
Mercosur-Abkommen mahnen NEOS zu Klarheit. „Europa darf sich jetzt
nicht von Missverständnissen ausbremsen lassen“, sagt NEOS-
Europaabgeordnete Anna Stürgkh. „Entscheidend ist, dass Europa jetzt
vom Reden ins Handeln kommt und das Abkommen zügig abschließt.“

„Das Mercosur-Abkommen ist ein klares Signal in Zeiten von US-
Zöllen und brüchigen Lieferketten: Europa baut Brücken, wo andere
Mauern hochziehen“, betont Stürgkh. „Wir handeln nicht zu jedem
Preis, sondern zu unseren Bedingungen. Wir öffnen Märkte, aber nicht
unsere Standards.“ Europa müsse jetzt dringend in echten Freihandel
investieren, um wirtschaftliche Stabilität und politische
Unabhängigkeit zu sichern. „Nur wenn wir verlässliche Handelspartner
aufbauen, kann Europa seine Glaubwürdigkeit stärken und global
mitgestalten.“

Handel und Umwelt verbinden

Besonders wichtig ist Stürgkh die Klima-Dimension: „Mit dem
Mercosur-Vertrag bekommt das Pariser Klimaabkommen Zähne. Was bisher
folgenlos ignoriert werden konnte, wird jetzt zur Voraussetzung für
Marktzugang.“ Damit einher gehen Verpflichtungen gegen illegale
Regenwaldrodungen und zum Schutz der Biodiversität. „Handel und
Klimaschutz sind kein Widerspruch: Wer Zölle senkt und Klimaziele
verbindlich macht, sichert Arbeitsplätze, schützt unsere Umwelt und
macht Europa zum Vorreiter.“

Enorme Vorteile für Österreichs Wirtschaft

Die wirtschaftlichen Vorteile für Österreich seien handfest, so
Stürgkh: „Laut Berechnungen der EU-Kommission sichern die Exporte
nach Mercosur jetzt schon rund 32.000 Arbeitsplätze in Österreich.
Mit Inkrafttreten könnten die europäischen Ausfuhren um bis zu 64
Prozent steigen, bei Industriegütern fast verdoppelt werden. Das
bedeutet mehr Aufträge, mehr Jobs und mehr Wettbewerbsfähigkeit für
Österreich.“ Unternehmen würden von niedrigeren Zöllen und
einfacheren Verfahren profitieren, während das Vorsorgeprinzip und
hohe europäische Standards unangetastet bleiben. „Mercosur stärkt die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Exportbetriebe, schafft
Planungssicherheit und sichert Arbeitsplätze im ganzen Land.“

„Nach dem heutigen Hin und Her zur vermeintlichen Einigung ist
eines klar: Ankündigungen schaffen keine Arbeitsplätze, klare
Beschlüsse schon. Jetzt ist der Moment, Mercosur zum Erfolg zu führen
und zu zeigen, dass Europa liefert“, sagt Stürgkh abschließend.