Freizeit

ÖGB-Neumayer-Stickler: Private Medizin ist kein Zukunftsmodell

Wien (OTS) – „Der Ausbau privater Gesundheitsangebote ist das
Gegenteil einer
zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung. Unser Ziel muss eine
starke öffentliche Versorgung für alle sein – unabhängig von
Einkommen, Wohnort oder Herkunft“, sagt Claudia Neumayer-Stickler,
Leiterin des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik
im ÖGB.

Dass mehr und mehr Menschen privat versichert sind, wie aus einer
aktuellen UNIQA-Presseaussendung hervorgeht, sei kein Auftrag zu mehr
Privatisierung, sondern ein Auftrag, das öffentliche
Gesundheitssystem zu stärken. „Lange Wartezeiten und regionale
Versorgungslücken müssen im öffentlichen System gelöst werden.
Gesundheit darf nicht von der Kreditkarte abhängen“, so die
Gewerkschafterin.

Solidarität statt Zwei-Klassen-Medizin

„In Österreich wird bereits knapp ein Viertel der
Gesundheitsausgaben privat finanziert – unsere Solidarität steht auf
dem Spiel“, warnt Neumayer-Stickler.

Auch der Fokus auf Gesundheit in der modernen Arbeitswelt müsse
verstärkt werden. Viele arbeitsbedingte Belastungen und Risiken seien
noch immer nicht ausreichend berücksichtigt. „Zukunftsorientierte
Gesundheitspolitik setzt auf Prävention, Solidarität und öffentliche
Verantwortung – nicht auf mehr Privatmedizin“, so Neumayer-Stickler
abschließend.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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