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ORF-„kulturMATINEE“ am 1. März: „Oskar Kokoschka – Die Macht des Porträts“ zum 140. Geburtstag des Malers

Wien (OTS) – Die ORF-„kulturMATINEE“ am Sonntag, dem 1. März 2026, um
9.05 Uhr in
ORF 2 und auf ORF ON zeigt anlässlich des 140. Geburtstags des
Künstlers erstmals die Dokumentation „Oskar Kokoschka – Die Macht des
Porträts“. Im Mittelpunkt des von Stéphane Ghez gestalteten Films
steht die dreiwöchige Porträtsitzung des Malers mit einem der
Gründerväter Europas, dem deutschen Altbundeskanzler Konrad Adenauer,
im Jahr 1966. Während dieser erzählt Kokoschka viel aus seinem
eigenen Leben und entwirft damit ein spannendes Bild seiner
Persönlichkeit sowie der turbulenten europäischen Geschichte des 20.
Jahrhunderts, die er hautnah miterlebt hat.
Weiters auf dem Programm dieses von Teresa Vogl präsentierten
Kulturvormittags: eine Ausgabe der Reihe „Traumschlösser und
Ritterburgen“ (10.00 Uhr), die „Von der Wachau ins Mostviertel“
führt, sowie „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen Berichten
und Tipps.

Mehr zum Inhalt von „Oskar Kokoschka – Die Macht des Porträts“ (
9.05 Uhr)

Im April 1966 beginnt der österreichische Maler Oskar Kokoschka
das Bildnis von Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der
Bundesrepublik Deutschland. Mit seinem durchdringenden Blick will er
die verborgene Persönlichkeit des Porträtierten ans Licht bringen. Im
Laufe der dreiwöchigen Porträtsitzungen mit einem der Gründerväter
Europas erzählt Kokoschka viel aus seinem eigenen Leben und entwirft
damit ein Bild von sich selbst.
Er hat die turbulente europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts
hautnah miterlebt: Als junger Künstler war er um die Jahrhundertwende
das Enfant terrible der Wiener Secession. Seine expressionistische
Malerei schockierte und offenbarte kompromisslos die Leidenschaften
einer todkranken Gesellschaft. Seine stürmische Liebesbeziehung mit
Alma Mahler inspirierte ihn zu dem Gemälde „Die Windsbraut“.
Nach dem Ersten Weltkrieg brachte er von seinen ausgedehnten Reisen
durch Europa neuartige Städte- und Landschaftsbilder mit. Da sein
Werk von den Nationalsozialisten als „Entartete Kunst“ diffamiert
wurde, musste er Österreich verlassen und wurde zu einer Figur des
Widerstands gegen die Barbarei. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er
als Verfechter der europäischen Idee an die Öffentlichkeit.
Auf dieses erzählerische Selbstbild Kokoschkas reagieren mehrere
Frauen, insbesondere Adenauers Sekretärin, die den Porträtsitzungen
amüsiert beiwohnt, und Kunsthistorikerinnen, die einen kritischen
Blick auf die Schwachstellen im Bericht des Malers werfen: seine
besondere Beziehung zu Frauen und seine Freundschaft mit einigen
Hauptakteuren der NS-Raubkunst in den Nachkriegsjahren. Ganz um ein
bleibendes Erbe bemüht, hofft Kokoschka, mit dem Adenauer-Porträt in
die Geschichte einzugehen.