Wien (OTS) – Trotz einer insgesamt positiven Entwicklung auf den
internationalen
Kapitalmärkten zeigten die österreichischen Pensionskassen im Jahr
2025 erneut eine wenig zufriedenstellende Performance. Im
abgelaufenen Jahr erzielten sie eine durchschnittliche Rendite von
4,88 Prozent. Verglichen mit den internationalen Kapitalmärkten fällt
dieses Ergebnis deutlich ab: Der DAX konnte um 23 Prozent zulegen,
und der S&P 500 überzeugte mit einem Plus von 16 Prozent. Ein doppelt
so hohes Ergebnis wäre für die Pensionskassen – selbst unter
Berücksichtigung der volatilen Märkte – durchaus erreichbar gewesen.
Zwtl.: Internationale Vergleiche
Im internationalen Vergleich schneiden die heimischen
Pensionskassen seit Jahren schlecht ab und auch 2025 ist weiterhin
keine Trendwende zu erkennen. Erste internationale Vergleiche
verdeutlichen dies: Die rumänischen Rentenfonds der zweiten Säule
erzielten eine durchschnittliche Jahresrendite von 19,2 Prozent. Die
dänischen Pensionskassen konnten Renditen zwischen 8,7 und 12 Prozent
verzeichnen.
Zwtl.: Auswirkungen auf die Leistungsberechtigten
Die anhaltend hohe Inflation in Österreich hat schwerwiegende
Konsequenzen für die Leistungsberechtigten der Pensionskassen.
Während die staatlichen Pensionen in den letzten fünf Jahren um mehr
als 20 Prozent gestiegen sind, mussten Pensionskassenberechtigte
Kürzungen von etwa 10 Prozent hinnehmen. Das bedeutet, dass eine
Pensionskassenpension in fünf Jahren mehr als ein Drittel ihres
Wertes verloren hat. Die Darstellung des Vorsorgeverbands kann über
diese kritische Situation nicht hinwegtäuschen.
Zwtl.: Forderungen an die Politik
Die von der Bundesregierung im Dezember angekündigten Schritte
zur strukturellen Reform und Attraktivierung der betrieblichen
Altersvorsorge werden als erstes positives Signal gewertet. Diese
Maßnahmen müssen rasch zur Reform des Pensionskassengesetzes führen.
Zusätzlich ist eine Anpassung der Veranlagungsstrategie sowie eine
bessere Kontrolle dringend erforderlich. Die wiederholt
unzureichenden Erträge werfen berechtigte Zweifel an der
Professionalität der Pensionskassen auf.
Peter Weller, Vorsitzender von PEKABE, betont: „Die
Leistungsberechtigten zahlen für die schwache Performance die
Rechnung und müssen tatenlos zusehen, wie ihre Pension immer weniger
wert wird. Für die Pensionskassen gibt es leider keine
Ergebnisverantwortung.“
Zwtl.: Über PEKABE
Der Schutzverband der PEnsionsKAssenBErechtigten, PEKABE,
vertritt unabhängig und überparteilich die Interessen von rund 1,1
Millionen Berechtigten der österreichischen Pensionskassen.