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Skandal-Schweinefabrik Hardegg kassiert fast 1 Million Euro Subventionen pro Jahr

Wien (OTS) – In Österreich gäbe es keine Massentierhaltung, flötet
die
Landwirtschaftskammer, nur Familienbetriebe. Wie nennt man dann die
Schweinefabrik Hardegg mit fast 30.000 mehrheitlich auf
Vollspaltenboden industriell produzierten Schweinen pro Jahr?
Fabriksbesitzer Maximilian Hardegg erklärt öffentlich, dass er seinen
eigenen Betrieb auf den vom VGT veröffentlichten Videos nicht
wiedererkennt. Ist er so selten bei den Schweinen oder ist sein
Betrieb so groß, dass er den Überblick verliert? Den Überblick dürfte
er auch bei der Ausbildung seiner Mitarbeiter:innen verloren haben,
wo er doch öffentlich behauptet, er würde sie laufend schulen, wie
man mit „Nutztieren“ umgehen muss, das sei ihm ein persönliches
Anliegen. Oder bildet er sie darin aus, Schweinen ins Gesicht zu
pinkeln, Ferkel über den Gang zu kicken, und Schweine zu schlagen und
mit Elektroschockern zu traktieren? Die veröffentlichten Aufnahmen
aus dem Betrieb sind ein Skandal, doch dass dieser Betrieb laut
Transparenzdatenbank pro Jahr fast Ꞓ 1 Million als Subvention von den
Steuerzahler:innen geschenkt bekommt, ist der nächste! Und im Jahr
2023 hat Hardegg neben den Ꞓ 934.499,13 Geldspende auch noch „für
hervorragende Verdienste“ das Goldene Ehrenzeichen des Bundeslandes
NÖ erhalten! Offensichtlich ließ man sich seitens der Behörden von
Bildern von Schweinen auf einer Wiese (!) und den salbungsvollen
Worten „Vorzeigeprojekt“, „Vorbildstall“ und „tierartgerechte
Gruppenhaltung“ mit „mehr Tierwohl“ auf der Webseite dieser
Schweinefabrik einlullen. Die Realität ist eine ganz andere, hinter
hohen Zäunen und verschlossenen Türen verborgen.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch ist fassungslos: „ Das ist die
hässliche Fratze der Tierindustrie, die wir hier sehen. Das ist kein
Bauernhof, sondern ein industrieller Komplex. Die Videos zeigen den
Terror, dem die Schweine in diesem Betrieb ausgesetzt sind, nicht
zuletzt aufgrund des Vollspaltenbodens. Und Fabriksbesitzer Hardegg
fällt als Reaktion auf die Aufdeckung dieses Terrors gegen die Tiere
in seiner Schweinefabrik nichts Besseres ein, als die Aufdecker:innen
einer terroristischen Vereinigung nach § 278b StGB zu bezichtigen (
NÖN Hollabrunn ), mit bis zu 15 Jahren Haft Strafdrohung.
Aufzudecken, wie Hardeggs Schweine gequält werden, sei also
Terrorismus, aber die Schweine zu malträtieren nicht. Das Beispiel
Hardegg zeigt, man kann die Tierindustrie nicht selbst entscheiden
lassen, wie sie mit ihren Schweinen umgeht. Man muss sie mit Gesetzen
zum tierfreundlichen Umgang zwingen. Sie versteht keine andere
Sprache. Und deshalb brauchen wir ein echtes Verbot des
Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung und eine verpflichtende,
tiefe und weiche Einstreu für alle Tiere. Und entsprechende
Kontrollen, um Betrieben wie Hardegg klar zu machen, dass Schweine
derart zu quälen, nicht toleriert wird. Und nicht zuletzt braucht es
saftige Strafen, die bis zum Tierhaltungsverbot gehen. Ein Hardegg
mit Ꞓ 1 Million Subvention pro Jahr, zahlt jede Verwaltungsstrafe
ohne mit der Wimper zu zucken und zeigt dem Rechtsstaat die lange
Nase!“

Zur Aufdeckung des VGT