Wien (OTS) – Die „netidee SCIENCE“-Förderung, Österreichs
höchstdotierter privat
finanzierter Forschungspreis für exzellente Onlineforschung, geht
2025 an Frank Neffke vom Complexity Science Hub. Mit der über den
Wissenschaftsfonds FWF vergebenen Auszeichnung der Internet Stiftung
in Höhe von rund 400.000 Euro untersucht Frank Neffke, warum sich
Software-Entwicklung trotz digitaler Zusammenarbeit auf wenige
Regionen konzentriert.
Software-Unternehmen wie Microsoft, Google oder Apple gehören
heute zu den größten und wertvollsten Firmen der Welt. Obwohl
Software-Entwicklung theoretisch überall auf der Welt möglich ist,
siedeln sich die global dominanten Software-Unternehmen und somit
auch die entsprechenden IKT-Spezialist:innen in nur wenigen Regionen
wie dem Silicon Valley oder Bangalore an.
In seinem Forschungsprojekt mit dem Titel „Skills und die
Geografie von Software-Startups“ untersucht der Wirtschafts- und
Transformationsforscher Frank Neffke, warum sich Software-Entwicklung
trotz der Möglichkeit globaler Zusammenarbeit auf wenige Regionen
konzentriert und welche Auswirkungen sich daraus auf die regionale
Wertschöpfung, auf Standortpolitik und den Arbeitsmarkt in der
Digitalbranche ergeben.
Dafür analysiert das Forschungsteam umfangreiche Daten von
Plattformen wie GitHub und Stack Overflow, um die
Programmierkenntnisse von Millionen Entwickler:innen zu erfassen und
mit dem Erfolg junger Software-Unternehmen zu verknüpfen. Die
Ergebnisse sollen Dynamiken der Digitalindustrie aufzeigen und
darlegen, welche Voraussetzungen Standorte und Regionen mitbringen
müssen, um Investitionen der digitalen Wirtschaft zu erreichen und
sich als Innovationsstandort etablieren zu können.
„Diese Studie liefert nicht nur neue Erkenntnisse zur
geografischen Verteilung der Software-Entwicklung, sondern auch zur
Dynamik von Unternehmen und Arbeitnehmer:innen sowie zu den Chancen
verschiedener Regionen weltweit, in diesem Sektor wettbewerbsfähig zu
sein“, erklärt Wirtschafts- und Transformationsforscher Frank Neffke
vom Complexity Science Hub.
„Die Förderung von Projekten wie jenem von Frank Neffke ist ein
zentraler Bestandteil unserer Mission, die digitale Kompetenz und
Innovationskraft in Österreich zu stärken. Indem wir die
geografischen und wirtschaftlichen Dynamiken der Software-Entwicklung
besser verstehen, können wir gezielt dazu beitragen, Österreich als
führenden Standort in der digitalen Wirtschaft zu etablieren und die
technologische Souveränität Europas zu fördern“, so Andreas
Schildberger, Vorstand der Internet Stiftung.
„Frank Neffkes Forschung zeigt, welche Faktoren beeinflussen,
wohin Talente gehen und wo sie sich konzentrieren. Die Erkenntnisse
daraus sind entscheidend, um zu verstehen, welche wirtschaftlichen
Möglichkeiten eine Region überhaupt hat – und wie sich diese gezielt
beeinflussen und fördern lassen. Der Complexity Science Hub freut
sich mit Frank Neffke über diese Auszeichnung“, gratuliert Stefan
Thurner, Präsident des Complexity Science Hub.
„Das diesjährige ,netidee SCIENCE‘-Projekt verbindet Aspekte der
Digitalisierung mit wirtschafts- und standortpolitischen
Fragestellungen. Angesichts des Ziels, die digitalen Kompetenzen und
die technologische Souveränität Europas zu stärken, werden die
gewonnenen Erkenntnisse sowohl für Österreich als auch für Europa
relevant sein“, erklärt Ursula Jakubek, kaufmännische Vizepräsidentin
des FWF. „Ich gratuliere dem Preisträger herzlich und danke der
Internet Stiftung für die Finanzierung dieses Projekts“, so Jakubek
abschließend.
Zwtl.: Philanthropie für Wissenschaft und Forschung
Der FWF bietet mit seiner gemeinnützigen alpha+ Stiftung
philanthropisch engagierten Personen und Organisationen die
Möglichkeit, zukunftsweisende Forschungsprojekte in ganz Österreich
zu unterstützen. Aktuell werden neben der ,netidee SCIENCE‘-Förderung
beispielsweise der Zero Emissions Award im Bereich Klimaforschung
oder der WE&ME Award im medizinischen Bereich mit privaten Spenden
finanziert. Der FWF übernimmt die Administration der Forschungspreise
auf Basis seines etablierten Begutachtungsverfahrens.
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Forschungsgeschichte aufschlagen?
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darauf, Sie kennenzulernen und Ihnen alle Umsetzungsmöglichkeiten
vorstellen zu können (mehr Info finden Sie unter:
www.alphaplusstiftung.at ).