Wien (OTS) – Geopolitik hat unmittelbare Auswirkungen auf die
Exportwirtschaft.
Die derzeitige Lage stellt einen strukturellen Wendepunkt dar.
Politische Unsicherheiten wie die US-Zölle oder der Konflikt im Nahen
Osten haben nicht mehr nur punktuelle und regionale Auswirkungen,
sondern entwickeln sich zu dauerhaften Risikofaktoren. Diese gewinnen
bei internationalen Handels- und Finanzierungsentscheidungen
zunehmend an Bedeutung.
Beim Exporttag 2026 der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in der WKÖ stand
deshalb vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Wie lassen sich globale
Entwicklungen in konkrete Strategien und Chancen für österreichische
Unternehmen nutzen?
Mehr als 2.500 Teilnehmer:innen aus heimischen Unternehmen
nutzten Österreichs wichtigste internationale Business-Plattform, um
sich unter dem Motto „Together. We Shape Tomorrow.“ zu informieren,
zu vernetzen und neue Perspektiven für ihre internationalen
Aktivitäten zu gewinnen.
Zukunftschancen für heimische Exportunternehmen im Fokus
Mit rund 120 nationalen und internationalen Speaker:innen und
Expert:innen zeigte der Exporttag eindrucksvoll: Trotz eines
anspruchsvollen Umfelds bieten internationale Märkte weiterhin
enormes Potenzial für innovative österreichische Unternehmen. Im
Fokus standen konkrete Zukunftschancen, von nachhaltiger
Infrastruktur in Asien über industrielle Wertschöpfungsketten in
Europa bis hin zu neuen Möglichkeiten im US-Gesundheitsmarkt und der
digitalen Transformation dynamischer Wachstumsmärkte.
„Die Welt verändert sich schneller denn je. Gerade deshalb
brauchen Unternehmen strategische Orientierung, internationale
Netzwerke und praxisnahe Unterstützung. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
der WKÖ hilft heimischen Betrieben dabei, globale Entwicklungen
frühzeitig zu erkennen und daraus konkrete Geschäftschancen zu
machen“, betonte WKÖ-Präsidentin Martha Schultz.
„Die Weltwirtschaft wird härter, geopolitischer und
protektionistischer. Als Exportnation treffen uns geopolitische
Spannungen, Zölle und unterbrochene Lieferketten besonders hart. Umso
wichtiger ist es, neue Märkte zu erschließen und internationale
Partnerschaften zu vertiefen. Märkte wie Indien, Südostasien oder
Mercosur bieten enormes Potenzial für österreichische Betriebe –
allein unser Warenexport nach Indien ist zuletzt um 13,6 Prozent
gestiegen. Deshalb braucht es rasche Fortschritte bei bestehenden
Handelsabkommen. Mit Initiativen wie go-international stärken wir
gezielt die Exportkraft heimischer Unternehmen und sichern damit
Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich. Der WKÖ-Exporttag zeigt
eindrucksvoll: Österreichs Betriebe haben das Know-how und die
Innovationskraft, um auch in einer neuen Weltordnung erfolgreich zu
sein“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer .
Zu den Höhepunkten des Exporttags zählte die Diskussion mit
Florence Gaub , Leiterin der Forschungsabteilung des NATO Defense
College. Sie analysierte Europas Rolle in einer zunehmend komplexen
Weltordnung und zeigte auf, welche geopolitischen Entwicklungen
Unternehmen künftig besonders im Blick behalten müssen. Alexandra de
Hoop Scheffer , Präsidentin des German Marshall Fund of the United
States, beleuchtete, wie sich globale Verschiebungen erfolgreich in
unternehmerische Strategien übersetzen lassen. KI- und
Transformationsstrategin Katja Forbes , CEO von The CX Evolutionist,
zeigte darüber hinaus, wie künstliche Intelligenz Märkte,
Geschäftsmodelle und internationale Wettbewerbsfähigkeit verändert.
Mehr als 1.300 persönliche Beratungen für Unternehmen
Ein entscheidender Bestandteil des Exporttags war erneut die
persönliche Beratung durch die WKÖ-Wirtschaftsdelegierten. Mehr als
60 Wirtschaftsdelegierte aus aller Welt kamen nach Wien, um
österreichische Unternehmen praxisnah zu Themen wie Markteintritt,
Normen, Produktzulassungen, Zoll, Steuern und rechtlichen
Rahmenbedingungen zu beraten. Auch heuer rechnete die
AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ mit mehr als 1.300 persönlichen
Beratungsgesprächen im Rahmen des Exporttags.
Das große Interesse zeigt die zentrale Rolle der AUSSENWIRTSCHAFT
AUSTRIA der WKÖ als Partner der heimischen Exportwirtschaft. Allein
in den ersten fünf Monaten dieses Jahres führten die Expert:innen in
den AußenwirtschaftsCentern in mehr als 70 Ländern, den WKO-
Länderorganisationen sowie der Zentrale in Wien über 20.000
persönliche Beratungsgespräche mit österreichischen Unternehmen. (
PWK254/ST)
Auf der Plattform „Global Insights“ (
www.wko.at/aussenwirtschaft/global-insights ) bietet die WKÖ zudem
kompakte Analysen, anschauliche Grafiken und Kennzahlen zu
geopolitischen Trends, konjunkturellen Entwicklungen und der
Außenwirtschaft. Eine aktuelle Analyse zum Exporttag: Österreichs
Außenhandel in der neuen Weltordnung finden Sie hier:
Weitere Informationen zum und Fotos vom Exporttag 2026 finden Sie
hier: Exporttag 2026 – Pressebilder | Flickr