Wien (OTS) – „Der heutige Ministerratsbeschluss zum FTI-Pakt
2027–2029 ist ein
wichtiger Schritt, um Planungssicherheit für den Forschungs- und
Innovationsstandort Österreich zu schaffen“, betont WKÖ-Präsidentin
Martha Schultz. Entscheidend sei nun ein ausgewogener Policy-Mix,
damit alle Säulen des österreichischen Forschungssystems – von der
Grundlagenforschung bis zur angewandten, unternehmensnahen Forschung
und Entwicklung – angemessen berücksichtigt werden.
„Grundlagenforschung schafft neues Wissen, angewandte Forschung macht
es wirtschaftlich nutzbar. Erst das Zusammenspiel beider Bereiche
sorgt dafür, dass Innovation und Wertschöpfung entstehen und
Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben“, so Schultz.
1 Euro F&E-Förderung führt zu 8,6 Euro an zusätzlichen Umsatz
Knapp zwei Drittel der gesamten F&E-Ausgaben stammen aus der
Wirtschaft. Jeder Euro an angewandter Forschungsförderung löst
zusätzliche private Investitionen aus und erhöht damit unmittelbar
die F&E-Ausgaben des Unternehmenssektors. Besonders deutlich zeigt
sich diese Hebelwirkung in den FFG-Basisprogrammen: Ein Euro
Förderung führt im Schnitt zu 2,6 Euro an zusätzlichen F&E-
Investitionen und zu durchschnittlich 8,6 Euro Umsatz der Projekte
innerhalb von vier Jahren nach Projektende. „Dieses Potenzial für
Wirtschaftswachstum und Produktivität müssen wir konsequent nutzen.
Ziel müssen Förderinstrumente sein, die eine Erreichung der im
Regierungsprogramm verankerten F&E-Quote von über 4 Prozent bis 2030
realistisch ermöglichen“, betont Schultz.
Mit dem Beschluss des FTI-Pakts 2027–2029 und den darin
vorgesehenen 2,6 Mrd. Euro für die Schlüsseltechnologieoffensive der
Industriestrategie 2035 ist ein wichtiger Schritt gesetzt. Nun gilt
es, auch die im Regierungsprogramm vorgesehene Verlängerung des Fonds
Zukunft Österreich bis 2030 samt Dotierung von 200 Millionen Euro pro
Jahr rasch umzusetzen und damit den Forschungs- und
Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken. (PWK066/NIS)