Freizeit

Grüne Wien/Huemer ad Drogenkonsum entlang U6: Es braucht endlich echte Lösungen

Wien (OTS) – Der öffentliche Drogenkonsum rund um die U6-Station
Gumpendorfer
Straße sorgt immer wieder für unangenehme Situationen für
Passant:innen und Anrainer:innen. Lösungen sind dafür leider nicht in
Sicht: Der vom Wiener Suchtkoordinator angekündigte Sicherheitsgipfel
fand laut aktuellen Medienberichten nun doch nicht statt. „Das
Problem darf nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden, wir
brauchen endlich Lösungen, die allen helfen – sowohl den Menschen in
schwierigen Lebenssituationen als auch den Anrainer:innen, die unter
zunehmender Unsicherheit und Verschmutzung leiden“, so Barbara
Huemer, Gesundheitssprecherin der Grünen Wien.

Die Grünen fordern eine Reihe an Maßnahmen, um die Situation zu
verbessern:

+ Die Stadt Wien soll gezielte Förderungen für Eigentümer:innen
für den Austausch von Klingelanlagen und die Einführung moderner
Zugangssysteme (wie Begeh-Cards) anbieten. Das schützt die
Privatsphäre und erhöht die Sicherheit der Bewohner:innen.

+ Die Verschmutzung im öffentlichen Raum ist ein weiterer großer
Kritikpunkt der Anwohner:innen. Mehr Mistkübel und die Errichtung
einer öffentlichen Toilette sind dringend notwendig.

+ Spritzentauschprogramme müssen in ganz Wien niederschwellig
angeboten und bekannter gemacht werden, um das Grätzl zu entlasten
und den Betroffenen die Hilfe zu geben, die sie benötigen.

+ Dezentralisierung der Suchthilfe: Expert:innen sollen prüfen,
welche Angebote der Suchthilfe zusätzlich auch an anderen Standorten
angeboten werden können – die Verteilung würde die Frequenz und
Belastung im Jedmayer-Grätzl spürbar senken.

+ Sozialräumliche Analyse: Eine wissenschaftliche Untersuchung
soll die Ursachen für das steigende Unsicherheitsgefühl ermitteln und
Handlungsempfehlungen erarbeiten.

Eine reine Verdrängung der Szene lehnen die Grünen entschieden
ab. „Wir Grüne nehmen die Belastung für die Menschen, die hier
wohnen, sehr ernst. Es braucht den Dialog mit den Menschen und eine
zügige Umsetzung von Entlastungsmaßnahmen. Unser Maßnahmenpaket
liefert dafür wichtige Ansatzpunkte“, so Huemer abschließend.