Freizeit

„Jung, erfolgreich, einsam“: „WeltWeit“-Reportage über ein „Leben zwischen Likes und Leere“ am 31. Oktober im ORF

Wien (OTS) – Kontakt zu Freunden und Familie läuft vorrangig über
Telefon oder
soziale Netzwerke, immer weniger Menschen treffen einander
persönlich. Eine aktuelle OECD-Studie warnt vor einer wachsenden
Einsamkeit in den Industrieländern. Inzwischen sind nicht nur ältere
Menschen betroffen. Die Zahl der jungen Erwachsenen ist alarmierend:
57 Prozent der 18- bis 35-Jährigen geben an, sich immer wieder einsam
zu fühlen, zu diesem Ergebnis kommt eine EU-weite Jugendstudie der
Bertelsmann Stiftung. Einsamkeit wird zur wachsenden
gesellschaftlichen Herausforderung, auch weil mit ihr ein hohes
Gesundheitsrisiko einhergeht: Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Depressionen und Angststörungen. Die digitale Einsamkeit, der
Widerspruch zwischen „ständig online und doch allein“, wird für immer
mehr junge Leute zur Lebensrealität. In der „WeltWeit“-Reportage
„Jung, erfolgreich, einsam. Leben zwischen Likes und Leere“ – zu
sehen am Freitag, dem 31. Oktober 2025, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf
ORF ON – treffen Cornelia Primosch, Isabella Purkart und Diana
Weidlinger neben Menschen, die Strategien gegen die ungewollte
Einsamkeit suchen, auch Menschen, die in einer Welt, die pausenlos
vernetzt ist, bewusst den Weg in die Einsamkeit wählen.

In Frankreich sind fast zwei Drittel der Jungen von Einsamkeit
betroffen. Doch im Land besteht ein hohes Problembewusstsein, junge
Französinnen und Franzosen sprechen offener über ihre Einsamkeit.
Cornelia Primosch trifft in Paris den 19-jährigen Louis Aberegg,
einen Neuankömmling in der französischen Hauptstadt. Er nutzt aktiv
Social Media gegen das Alleinsein. Stefania Tsakiraki hingegen sperrt
Handys weg und hilft jungen Menschen in der urbanen Umgebung, wieder
zwischenmenschliche Beziehungen im Offline-Modus aufzubauen.

Tokio ist eine der größten Städte der Welt, doch inmitten einer
Millionenbevölkerung fühlen sich viele Japanerinnen und Japaner
zunehmend einsam. Viele leben stark individualistisch und erledigen
alles allein – vom Restaurantbesuch bis zum Solo-Karaoke. Nähe und
Verbindlichkeit geraten dabei immer öfter ins Hintertreffen. Isabella
Purkart ist zu Besuch bei Akihiko Kondo. Der junge Mann hat eine
virtuelle Figur geheiratet, mit der er nun seinen Alltag teilt. Und
sie erfährt, dass viele bei einem Mietservice geduldige Zuhörerinnen
und Zuhörer buchen, weil – wie eine Kundin erzählt – sie dort freier
als im Gespräch mit Freundinnen und Freunden reden können.

Ein anderes Bild in Schottland: Vor fünf Jahren hat die
Frankfurterin Leonie Gillies die Großstadt hinter sich gelassen und
ist auf die abgeschiedene schottische Insel Raasay ausgewandert.
Diana Weidlinger besucht die gebürtige Deutsche in ihrer neuen Heimat
und erlebt einen Alltag ohne Hektik, Termindruck und Straßenlärm. Und
sie erfährt, was für die junge Frau den Reiz der Abgeschiedenheit
ausmacht. Ihr 72-jähriger Nachbar, ein Schafhirte, verrät, warum er
sich auf der Insel mit gerade einmal 191 Bewohnerinnen und Bewohnern
niemals einsam fühlt.