Wien (OTS) – Eisige Temperaturen, dichter Schneefall und Glatteis
bringen derzeit
vielerorts Probleme. Was viele unterschätzen: Vor allem nasser,
schwerer Schnee kann Dächer rasch an ihre Grenzen bringen.
Damit Häuser, Hallen und Betriebsgebäude sicher bleiben, braucht
es verlässliche, standortbezogene Werte. Austrian Standards, die
österreichische Standardisierungs-Organisation, bietet dafür zwei
zentrale Grundlagen: Die europaweite ÖNORM EN 1991-1-3 (Eurocode 1)
legt fest, wie Schneelasten grundsätzlich berechnet werden. Weil die
Bedingungen in Österreich je nach Region und Höhenlage stark
variieren, sind die nationalen Werte und Vorgaben in der ÖNORM B 1991
-1-3 geregelt.
„Am Beispiel von Extremwetterlagen zeigt sich eindrücklich, wie
entscheidend Standards sind: Sie übersetzen Sicherheit in klar
definierte, verlässliche Regeln, die exakt auf Österreich
zugeschnitten sind. Standardisierung bedeutet nicht nur
Einheitlichkeit, sondern schützt Menschenleben, Gebäude und
wirtschaftliche Werte, indem sie objektive Entscheidungs-Grundlagen
schafft – gerade in Zeiten, in denen Wetterextreme zunehmen. Wer sich
auf diese Standards stützt, trifft nicht nur präzisere, sondern auch
wesentlich sicherere Entscheidungen“ , so Valerie Höllinger, CEO von
Austrian Standards.
Zwtl.: Herausragend in Europa
Österreich ist für seine Größe klimatisch vielfältig, umso
wichtiger ist die Beachtung von regionalen Bedingungen in der ÖNORM B
1991-1-3. In dieser wird auf die von GeoSphere Austria erstellte und
auf hora.gv.at kostenlos abrufbare Schneelast-Karte verwiesen.
„Für die neue Schneelast-Karte haben wir für 900 Messstationen
die täglichen qualitätsgeprüften Schneedaten der letzten Jahrzehnte
mit modernsten Methoden der Extremwertstatistik analysiert und auf
ein sehr detailliertes Geländemodell umgerechnet“ , sagt Alexander
Radlherr von GeoSphere Austria. „Das ermöglicht standortgenaue
Einschätzungen der Schneelast bis auf 2000 m Seehöhe und zählt in
dieser Detailtiefe zu den besten derartigen Produkten in Europa.“
Zwtl.: Sicherheit geht vor
Wer richtig plant und auf die passenden Standards setzt, trifft
fundierte Entscheidungen – und schützt Gebäude, Menschen und
Betriebssicherheit. Bei Unsicherheit zur Tragfähigkeit oder bei
außergewöhnlichen Schneemengen sollte fachkundige Unterstützung durch
Statik/Planung, Gebäudetechnik oder Fachbetriebe beigezogen werden.
Zwtl.: Bibliografie und Grafik
Infos zur ÖNORM B 1991-1-3 finden Sie hier .
Download: Karte Charakteristische Schneelast (sk) für Österreich
(Quelle „GeoSphere Austria“) unter diesem Link hier .