St. Pölten (OTS) – Im Zusammenhang mit jüngsten Informationen aus dem
Landesklinikum
Waidhofen an der Ybbs über die personelle Situation des notärztlichen
Dienstes am örtlichen NEF-Standort fanden zuletzt mehrere
Gesprächsrunden statt, um die drohenden Lücken bei der Besetzung der
Notarztdienste bis zur Neuausrichtung des Standortes abzuwenden.
Gemeinsam mit dem Roten Kreuz ist es nun gelungen, den Betrieb des
NEF-Einsatzfahrzeuges in Waidhofen an der Ybbs bis zum Start der
neuen NÖ Rettungs- und Notfallstruktur im April 2027 mit vereinten
Kräften sicherzustellen und damit andererseits die innerklinische
Versorgung zu stabilisieren. „Wir danken dem Roten Kreuz für die
kurzfristige Bereitschaft, die Organisation des notärztlichen
Dienstes am NEF-Standort befristet zu übernehmen und damit die
Versorgung in der Region zu gewährleisten“, betonen die beiden
Landesräte Eva Prischl und Anton Kasser.
Im November informierte die Führung des Landesklinikums über die
strukturelle Unterbesetzung der Notarztdienste. Die Alternative wäre
eine deutliche Reduktion des operativen Leistungsangebots gewesen, um
das notärztliche Dienstrad weiterhin besetzen zu können, womit die
Entscheidung zwischen Operationen im Klinikum und dem Besetzen eines
Dienstrades am Notarztstützpunkt zu fällen gewesen wäre. „Das
aktuelle Beispiel zeigt deutlich, dass die im März beschlossene
Neugestaltung der niederösterreichischen Rettungs- und
Notfallversorgung eine wichtige Maßnahme war. Mit Investitionen in
die Qualität und einer modernen Struktur des Rettungs- und
Notfallsystems stellen wir sicher, dass die Menschen in
Niederösterreich auch künftig von einem Notarzt versorgt werden, wenn
dieser benötigt wird. Ab April 2027 wird die Notfallversorgung
flächendeckend für das gesamte Bundesland durch 21 NEF-Stützpunkte,
hochqualifizierte Notfallsanitäter an 86 RTW-C-Standorten,
Telenotfallmediziner sowie eine aufgerüstete Flugrettung
sichergestellt sein“, so die beiden Landesräte.
„Wir haben uns in den vergangenen Wochen nach Bekanntwerden der
Besetzungsproblematik des NEF-Dienstes am Landesklinikum Waidhofen an
der Ybbs intensiv mit dem Land Niederösterreich und der
Landesgesundheitsagentur (LGA) ausgetauscht und abgestimmt. Das Rote
Kreuz NÖ steht selbstverständlich für eine Lösung zur Sicherstellung
des Notarztdienstes bis zum 01.04.2027 zur Verfügung“, betont
Landesrettungskommandant Wolfgang Frühwirt vom Roten Kreuz NÖ, der
auch sagt: „Wir haben über die Weihnachtsfeiertage alle
Vorbereitungen getroffen und mit unseren Teams abgestimmt. Ab sofort
stellen wir am Standort den Notarzt gemeinsam mit der LGA und von
Ende März 2026 bis zum 31.03.2027 betreibt das Rote Kreuz NÖ den
Notarztstützpunkt in eigener Verantwortung.“
Weitere Informationen: Büro Landesrätin Eva Prischl,
Pressesprecher Mag. Dr. Anton Heinzl, Telefon 02742/9005-12576,
Mobiltelefon 0676/4073709, E-Mail anton.heinzl@noel.gv.at