Wien (OTS) – Die FPÖ-EU-Abgeordnete Elisabeth Dieringer und die
freiheitliche
Familiensprecherin NAbg. Ricarda Berger kritisieren die geplante EU-
weite Finanzierung von Abtreibungsreisen. Statt Schutz des Lebens
werde ein fataler Individualismus gefördert, warnen die
Freiheitlichen. „Wenn die EU Steuergeld dazu verwenden will, um
Frauen gezielt in Länder mit liberaleren Abtreibungsgesetzen zu
schicken, dann ist eine rote Linie überschritten“, betonte Dieringer.
Gemeinsam mit Berger übt sie scharfe Kritik an der im EU-Parlament
diskutierten Unterstützung der Initiative My Voice, My Choice, die
Abtreibungen europaweit erleichtern möchte.
Laut Dieringer droht mit der finanziellen Förderung von
Abtreibungsreisen ein weiterer Schritt hin zu einem
„gesellschaftsschädlichen Brutal-Individualismus“. Während Europa mit
sinkenden Geburtenraten kämpft, werde das Töten ungeborener Kinder
nicht nur bagatellisiert, sondern sogar organisiert: „Das ist ethisch
nicht zu rechtfertigen und politisch ein Skandal“, so Dieringer.
Besonders kritisch sehen die beiden Freiheitlichen, dass dabei
Steuermittel für einen ideologisch motivierten Eingriff in nationale
Gesetzgebungen verwendet werden sollen. Dieringer erinnert daran,
dass es in Österreich keine offiziellen Zahlen zu Abtreibungen gibt –
Schätzungen gehen jedoch von 25.000 bis 30.000
Schwangerschaftsabbrüchen pro Jahr aus. „Das sind bis zu 82 pro Tag –
und trotzdem wird jede Diskussion über Alternativen unterdrückt“,
ergänzt Berger.
Die Abgeordneten fordern stattdessen echte Hilfe für Frauen in
Notlagen: „Adoption, Pflegeeltern oder anonyme Geburt müssen
ernsthafte Optionen sein – nicht der organisierte
Schwangerschaftsabbruch auf EU-Kosten“, so Berger. Studien zeigten,
dass viele Frauen nach einem Abbruch psychisch belastet seien.
Beratung könne hier Leben retten – das der Frauen wie das der Kinder.
„Die EU missbraucht ihren Einfluss, um Lebensschutz zu
unterwandern“, warnt Dieringer. Die Politik müsse endlich
Verantwortung übernehmen und das Recht auf Leben als zentrales
Menschenrecht wieder ernst nehmen – besonders für jene, die sich
selbst nicht wehren können.