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Deutsche Messewirtschaft fordert mehr Unterstützung der Politik in Bund und Ländern ein

Berlin (OTS) – Berlin (ots)

– Branche steht für Milliarden-Wertschöpfung in Deutschland

– Prognos-Studie zu Effekten auf Jobs, Steuern und Investitionen
veröffentlicht

– Erste umfassende Erhebung seit 2018

11,8 Milliarden Euro geben ausstellende Unternehmen für ihre
Messeauftritte in einem durchschnittlichen Messejahr in Deutschland
aus. Besucherinnen und Besucher von Messen hierzulande geben
durchschnittlich 3,9 Milliarden Euro in dem Zeitraum aus. Hinzu
kommen regelmäßige Investitionen von hiesigen Messegesellschaften in
Infrastruktur und Energieeffizienz in Höhe von 140 Millionen Euro.
Das zeigen vertiefende Zahlen der soeben veröffentlichten Studie „Der
Messe-Effekt: Wertschöpfung, Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit“ zur
wirtschaftlichen Bedeutung der Messewirtschaft in Deutschland. Es ist
die erste größere Erhebung dieser Art seit 2018. Erstellt wurde die
Studie vom Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos im Auftrag des
Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA.

Die Studie zeigt, dass die direkten Ausgaben und Investitionen
von rund 15,9 Milliarden Euro weitere, indirekte wirtschaftliche
Effekte in Höhe von 10,1 Milliarden Euro auslösen. Diese entstehen
vor allem durch Zulieferbeziehungen. Noch einmal 3,9 Milliarden Euro
Wertschöpfung entstehen entlang der Lieferkette, sogenannte
induzierte Effekte.

Zusammengenommen trägt die Messewirtschaft in Deutschland damit
Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro wirtschaftlichen Effekten
zum Wohlstand des Landes bei. Die aktuelle Prognos-Studie zeigt
zudem, dass in Deutschland wenigstens 280.000 Arbeitsplätze durch die
Messewirtschaft gesichert werden. Neben der Messebranche selbst
werden vor allem Jobs im Transportbereich, im Gastgewerbe sowie im
Handel gesichert oder geschaffen.

– Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen
Messewirtschaft AUMA:

„Die deutsche Messewirtschaft ist Schlüsselindustrie für die
internationale Vernetzung und eine Exportförderung ersten Ranges.
Deutschland ist Messeplatz Nummer 1 in der Welt. Zwei Drittel aller
Leitmessen der Weltwirtschaft finden in Deutschland statt. Die
Wirtschaftspolitik in Bund und Ländern muss den Messeplatz
Deutschland stärken: Eine moderne und digitale Visa-Vergabe für
unsere ausländischen Messegäste, eine Top-Verkehrsinfrastruktur sowie
Messe-Förderprogramme, die einer führenden Exportnation gerecht
werden, sind die Basis für die weltweite Spitzenposition.“

Ein durchschnittliches Messejahr sorgt zudem für 5,4 Milliarden
Euro Steuereinnahmen für den Staat. Besonders der Bund profitiert mit
allein knapp 2,4 Milliarden Euro, gefolgt von den Ländern mit gut 2,3
Milliarden Euro. Dafür sorgen vor allem die Einkommens- und
Umsatzsteuer. An die Kommunen in Deutschland fließen durch das
Messegeschäft rund 700 Millionen Euro an Steuergeld.

Die Prognos-Studie basiert auf einer großangelegten Befragung von
mehr als 33.700 Besucherinnen und Besuchern und von über 17.700
ausstellenden Unternehmen in Deutschland. Durchgeführt wurde sie
zwischen September 2024 und Oktober 2025 bei 30 Messeveranstaltungen
an zehn deutschen Messeplätzen. Sie steht repräsentativ für einen
durchschnittlichen Messeturnus mit mehr als 1.800
Messeveranstaltungen über zwei Jahre. Nicht eingeflossen in die
Erhebung sind wirtschaftliche Effekte durch Vertragsabschlüsse auf
Messen.

Die gesamte Prognos-Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der
Messewirtschaft in Deutschland „Der Messe-Effekt: Wertschöpfung,
Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit“ hier: https://ots.de/pR224J

+++ Der AUMA ist der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der
Deutschen Wirtschaft e.V., der Dachverband der deutschen
Messewirtschaft. International wie national vertritt er die
Interessen aller großen und mittleren Messegesellschaften
Deutschlands, internationaler Veranstalter in Deutschland sowie der
Verbände, welche Aussteller, Service-Unternehmen, kleine
Messeveranstalter, Besucherinnen und Besucher vertreten.

Gleich 70 Messeplätze zwischen Nordsee und Bodensee machen das
Messeland weltweit einmalig. Mit 3,25 Millionen Quadratmetern
Hallenfläche stellt Deutschland allein ein Fünftel der europäischen
und mehr als sieben Prozent der weltweiten Ausstellungsfläche. Zwei
Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden hierzulande statt.
65 Prozent der Aussteller und 35 Prozent der Fachbesucher aller
Leitmessen kommen im Schnitt aus dem Ausland. Internationale,
nationale und regionale Messen in Deutschland ziehen in Spitzenzeiten
über 235.000 ausstellende Unternehmen und 16 Millionen Besucherinnen
und Besucher an.

Durch Messen in Deutschland werden wenigstens 280.000 Jobs
gesichert. Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit
gut 30 Milliarden Euro an wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des
Landes bei. Bund, Länder und Gemeinden nehmen 5,4 Milliarden Euro an
Steuern durch Messen in Deutschland ein. +++