Wien (OTS) – Die dritte Ausschreibung der FTI-Initiative für die
Transformation
der Industrie ist abgeschlossen: Gefördert werden 34 Projekte mit
einem Budget von rund 60 Millionen Euro. Mit der Initiative
unterstützt der Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des
Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI
) Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, klimaneutrale
Produktion in Österreich zu entwickeln und im industriellen Maßstab
umzusetzen. Die Initiative leistet damit einen konkreten Beitrag zur
Umsetzung der österreichischen Industriestrategie 2035.
Mehr als drei Viertel der Fördersumme fließen direkt an
Unternehmen, rund 20 Prozent an außeruniversitäre
Forschungseinrichtungen und Universitäten. Damit zeigt sich, wie
gezielt die Mittel des Klima- und Energiefonds in die Stärkung des
Industriestandorts und der Innovationskraft heimischer Betriebe
fließen. Innovationsminister Peter Hanke : „Mit der FTI-Initiative
für die Transformation der Industrie setzen wir die
Industriestrategie 2035 dort um, wo sie wirkt: direkt in den
Unternehmen. Wir bringen Innovationen aus Österreich rascher zur
Marktreife und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz
unseres Industriestandorts nachhaltig.“
Zwtl.: Forschungsprojekte für rasche Markteinführung
Unter den geförderten Vorhaben finden sich sechs reine Forschungs
– und Entwicklungsprojekte, acht kombinierte Projekte (8 Forschungs-
und Entwicklungsprojekte kombiniert mit 12 Pilot- und
Demonstrationsanlagen), sieben reine Pilot- und Demonstrationsanlagen
sowie ein Qualifizierungsnetzwerk. (Siehe Liste der geförderten
Projekte hier .)
Der größte Anteil der beantragten Förderung entfällt auf
kombinierte Projekte – ein Förderformat, das im Rahmen der Initiative
„Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds entwickelt wurde
und es ermöglicht, Forschungsfragen direkt mit einer oder mehreren
konkreten Pilot- oder Demoanlagen im realen Umfeld zu untersuchen.
Diese Verbindung von Forschung und Demonstration in einem Projekt ist
in der österreichischen Förderlandschaft einzigartig und bringt
Forschungsergebnisse rascher in die industrielle Anwendung – und
damit schneller auf internationale Märkte. Detaillierte Informationen
zur Wirkung von FTI-Förderungen des Klima- und Energiefonds finden
Sie hier .
Zwtl.: Produktion von Netto-Null-Technologien in Europa forcieren
Neu in dieser Ausschreibung: Neben der Dekarbonisierung von
industriellen Prozessen wird auch die Entwicklung und
Fertigungsvorbereitung von Netto-Null-Technologien gefördert. Dabei
können wichtige Ergebnisse für eine spätere Skalierung von neuen
Produktionslinien oder Komponenten für Netto-Null-Technologien wie
bspw. Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie erzielt werden.
Damit folgt der Klima- und Energiefonds einer Entwicklung, die auch
auf EU-Ebene vorangetrieben wird: die Produktion von Netto-Null-
Technologien wie bspw. erneuerbarer Stromerzeugung oder Wasserstoff
verstärkt in Europa anzusiedeln. Die Förderung kann auch die
Grundlage für eine künftige industrielle Anlage bilden und auf eine
Einreichung bei anderen nationalen oder europäischen Förderprogrammen
zur Markteinführung vorbereiten.
Bernd Vogl , Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds: „Die
große Nachfrage in dieser Ausschreibung zeigt, wie relevant dieses
Programm für die heimische Industrie geworden ist. Wir können längst
nicht alle wichtigen Projekte fördern, die eingereicht wurden. Umso
wichtiger ist es, dass die verfügbaren Mittel zielgerichtet dort
ankommen, wo sie Innovationskraft und Standort am wirksamsten
stärken.“
Projekte wurden aus allen Bundesländern eingereicht und decken
eine große Bandbreite an Branchen und Technologiepfaden ab. Die
meisten Projekte und die höchste Fördersumme entfallen auf den
Bereich Elektrifizierung und Energieeffizienz, gefolgt von CO2-
neutralen Gasen und Wasserstoff sowie Kreislaufwirtschaft.
Flexibilisierung und Digitalisierung ziehen sich als
Querschnittsthemen durch viele der geförderten Vorhaben.
Auch Schulungsmaßnahmen wurden in der Ausschreibung 2025
unterstützt. Das geförderte Qualifizierungsnetzwerk vermittelt
Energieversorgern, Anlagenbauern, Infrastrukturbetreiber:innen und
weiteren Multiplikator:innen fundiertes Wissen für
Investitionsentscheidungen und die Vorbereitung bestehender Netze auf
Wasserstoff – und schließt damit die Lücke zwischen Forschungswissen,
Pilotanlagen und industrieller Anwendung bei Großprojekten.
Begleitet wird die Initiative vom Innovationslabor NEFI – New
Energy for Industry, das als Katalysator für die Transformation der
Industrie fungiert: NEFI hat somit viele Projekte im Rahmen der
Ausschreibung mit Vernetzungs- und Informationsformaten sowie bei der
Projektentwicklung unterstützt. Auch eine aktuelle Umfrage unter den
Einreichenden bestätigt insgesamt hohe Zufriedenheit mit der
Ausschreibung und zeigt, dass mehrere Projekte bereits in
Vorbereitung für die nächste Ausschreibung sind.
Weitere bereits im Rahmen der Initiative geförderte Projekte
finden sich unter: https://www.klimafonds.gv.at/projekte/?orderby&
search&topics=3&project-funding-type=318