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FPÖ – Schmiedlechner zu Brasilien-Importstopp: „Mercosur-Schwindel fliegt auf!“

Wien (OTS) – „Der Importstopp für Rind- und Geflügelfleisch aus
Brasilien ist kein
Erfolg, sondern der Beweis für das Versagen der europäischen
Handelspolitik. Bereits im Mai war bekannt, dass Brasilien die
notwendigen Garantien bei den neuen Antibiotikaregeln nicht
ausreichend erbringen konnte. Trotzdem ließ Brüssel monatelang weiter
Fleisch herein. Bei unseren Bauern wird jeder Handgriff kontrolliert
– bei Importen schaut man weg. Das ist die Wahrheit hinter den
angeblich gleichen Mercosur-Standards“, kritisierte heute FPÖ-
Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner.

Noch brisanter seien die Berichte über brasilianisches
Rindfleisch, bei dem das in der EU verbotene Hormon Estradiol
festgestellt wurde. „Unsere Bauern werden mit Auflagen und Kontrollen
drangsaliert, während Fleisch aus Übersee auf unseren Tellern landet
und der EU-Apparat erst reagiert, wenn Feuer am Dach ist. Das ist ein
Schlag ins Gesicht unserer Bauern und ein verantwortungsloser Umgang
mit dem Schutz unserer Konsumenten“, so Schmiedlechner.

Für den FPÖ-Agrarsprecher dürfe der Brasilien-Stopp keinesfalls
dazu führen, dass die fehlenden Mengen einfach durch zusätzliche
Lieferungen aus Argentinien, Uruguay, Paraguay oder anderen Ländern
ersetzt werden: „Dann ist der Importstopp für unsere Bauern nichts
anderes als ein Etikettenschwindel – der Importdruck bleibt, nur das
Herkunftsland ändert sich.“

Besonders absurd sei dies angesichts der aktuellen Krise am
heimischen Rindermarkt. „Dürre und Futterknappheit zwingen unsere
Bauern zur Abgabe ihrer Tiere, Mengen- und Preisdruck sind enorm. Und
während unsere Familienbetriebe um ihre Existenz kämpfen, lässt der
ÖVP-Landwirtschaftsminister zu, dass zusätzlicher Importdruck droht“,
kritisierte Schmiedlechner.

„ÖVP-Minister Totschnig schläft wohl in der Pendeluhr. Die EU hat
Schutzklauseln für massive Marktverwerfungen geschaffen. Hat
Österreich bereits die Prüfung der Mercosur-Schutzklausel verlangt?
Wenn nein, warum nicht?“ Worauf wartet Totschnig eigentlich noch –
bis die nächsten bäuerlichen Familienbetriebe aufgeben?“, fragte
Schmiedlechner.

„Totschnig beweist einmal mehr seine Unfähigkeit, die Interessen
unserer Bauern und Konsumenten wirksam zu vertreten. Herr Minister,
wer es nicht kann, sollte zurücktreten“, so der FPÖ-Agrarsprecher.