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Junge Wirtschaft: Vorsorgekassen-Reform ist erster Schritt, strukturelle Entlastung muss folgen

Wien (OTS) – Die heute im Ministerrat beschlossene Reform der
Vorsorgekassen ist
aus Sicht der Jungen Wirtschaft (JW) ein erster Schritt, um das
Pensionssystem zukunftsfitter zu gestalten – insgesamt greift der
Vorschlag aber zu kurz. Für Jungunternehmen, die jeden Euro in
Innovation, Beschäftigung und Wachstum investieren, bleibt die
erhoffte Entlastung aus. „Die Reform geht in die richtige Richtung,
bleibt aber zu vorsichtig. Erst wenn das gesetzliche Pensionssystem
reformiert wird, entsteht der dringend notwendige Spielraum für
Entlastung und mehr wirtschaftliche Dynamik am Standort“, betont
Verena Eugster, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft.

Aus Sicht der Jungen Wirtschaft braucht es hier einen klaren
Kurswechsel: Die demografische Entwicklung treibt die Finanzierung
der Pensionen seit Jahren nach oben. Allein dieses Jahr fließt ein
Viertel des gesamten staatlichen Budgets in die Bezuschussung des
Pensionssystem. Das hat direkte Folgen für heimische
Jungunternehmer:innen: Steigende Budgetbelastungen treiben die
Schulden nach oben, verhindern die Senkung der Lohnnebenkosten und
schränken den Investitionsspielraum junger Unternehmen ein.

„Die Reform des gesetzlichen Pensionssystems ist der größte Hebel
für eine breite Entlastung unserer Jungunternehmen. Wir brauchen
endlich ein flexibleres und intelligent ausgestaltetes Modell, das
das Pensionsantrittsalter an die steigende Lebenserwartung koppelt“,
so Eugster.

Auch bei der privaten Vorsorge sind weitere Maßnahmen notwendig.
„Wir brauchen einfache und steuerlich attraktive Modelle für
langfristige Veranlagung, etwa durch die Wiedereinführung einer KESt-
Behaltefrist. Das belebt den Kapitalmarkt, fördert langfristige
Investitionen und entlastet gleichzeitig das Pensionssystem“, betont
Lukas Sprenger, Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft.

Für die Junge Wirtschaft braucht es nachhaltige Reformen entlang
des gesamten Pensionssystems, von der staatlichen Pension bis zur
privaten Vorsorge. Nur so lassen sich Kosten bremsen, Wachstum
sichern und der Standort langfristig stärken. (PWK170/EL)