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Mautz (SPÖ): „Kinderarmut bekämpfen heißt Zukunft sichern“

Wien (OTS) – Andrea Mautz, SPÖ-Gemeinderätin und Vorsitzende des
Gemeinderatsausschusses für Soziales, Gesundheit und Sport, spricht
sich mit einem Resolutionsantrag im heutigen Wiener Landtag klar für
eine rasche Umsetzung einer bundesweiten Kindergrundsicherung aus und
betont die Bedeutung starker sozialer Sicherheit für Kinder und
Familien in Wien.

„Kein Kind darf in einem der reichsten Länder Europas –
Österreichs – mit Armut, Unsicherheit oder fehlenden Chancen
aufwachsen müssen. Kinderarmut ist kein individuelles Schicksal,
sondern eine gesellschaftspolitische Aufgabe, der wir uns gemeinsam
stellen müssen“, so Mautz.

Kinderarmut betrifft hunderttausende Kinder

Aktuelle Zahlen zeigen den dringenden Handlungsbedarf deutlich:
Österreichweit sind mittlerweile 377.000 Kinder und Jugendliche
armutsgefährdet. In Wien betrifft das rund 145.000 Kinder. Für viele
Familien bedeutet das massive Einschränkungen im Alltag – vom
fehlenden Urlaub bis hin zu schwer bezahlbaren Energiekosten oder
Zahlungsrückständen. „Wenn bundesweit so viele Kinder auf Dinge
verzichten müssen, die für andere selbstverständlich sind, dann
dürfen wir nicht wegschauen. Jedes Kind verdient die gleichen Chancen
auf Bildung, Gesundheit und ein gutes Leben“, so Mautz. Besonders
alarmierend seien auch die steigenden Kosten für Familien bundesweit.
Laut Kinderkostenanalyse liegen die durchschnittlichen monatlichen
Kosten pro Kind mittlerweile bei rund 624,91 Euro. „Jedes Kind ist
gleich viel wert, jedes einzelne Kind hat Bedürfnisse und verdient
die gleiche Absicherung. Genau deswegen braucht es eine gerechte und
treffsichere Unterstützung“, erklärt Mautz.

Wien steht für soziale Sicherheit und Zusammenhalt

Die Wiener Sozialpolitik zeigt seit Jahren, wie gezielte
Unterstützung Familien entlasten und Kindern Perspektiven eröffnen
kann. Von kostenloser Bildung über starke Gesundheitsangebote bis hin
zu leistbaren Freizeit- und Betreuungsmöglichkeiten arbeite Wien
laufend daran, die Lebensqualität für alle Wiener*innen zu
verbessern. „Wien ist eine Stadt des Zusammenhalts. Wir investieren
bewusst in soziale Infrastruktur, weil jedes Kind das Recht auf ein
gutes Aufwachsen hat – unabhängig vom Einkommen der Eltern“, betont
Mautz. Gerade deshalb unterstütze Wien die Einführung einer
bundesweit einheitlichen, einkommensabhängigen Kindergrundsicherung
außerhalb der Sozialhilfe ausdrücklich.

Wien unterstützt Bundesregierung bei schnellstmöglicher Umsetzung

Die Folgekosten von Kinderarmut seien nicht nur menschlich
dramatisch, sondern auch volkswirtschaftlich enorm. Laut OECD
entstehen in Österreich durch soziale Benachteiligung im Kindesalter
jährliche Kosten in Höhe von 17,2 Milliarden Euro. Im
Bundesregierungsprogramm ist die Kindergrundsicherung bereits
angekündigt worden. Mit der heutigen Resolution zeigt Wien, dass wir
das Vorhaben der Bundesregierung voll unterstützen. „Wer heute in
Kinder investiert, stärkt morgen unsere gesamte Gesellschaft.
Kinderarmut zu bekämpfen bedeutet, Bildungschancen zu verbessern,
Gesundheit zu fördern und sozialen Zusammenhalt zu sichern“, so Mautz
abschließend.

(schluss)ip