St. Pölten (OTS) – Im Spital Baden standen heute der Gesundheitsplan
2040+, die
Gesundheitsversorgung in der gesamten Thermenregion, die besonders
gute Zusammenarbeit der Kliniken in der Region sowie das
Leistungsangebot im Landesklinikum Mödling-Baden im Mittelpunkt einer
Pressekonferenz. Dabei informierten Landesrat Anton Kasser, LGA-
Vorständin Elisabeth Bräutigam, Primaria Dr. Birgit Grünberger (
Onkologin) und Silvia Bodi, Geschäftsführerin der Gesundheit-
Thermenregion-Gesellschaft, über aktuelle und zukünftige
Entwicklungen.
In der Thermenregion wird der Ausbau der
Primärversorgungseinheiten (PVE) vorangetrieben, um Patientinnen und
Patienten mit Beschwerden, die nicht in ein Klinikum gehören, im
allgemeinmedizinischen Bereich zu behandeln. Im Rahmen des
Gesundheitsplans werden auch neue Erstversorgungsambulanzen, kurz EVA
genannt, eingerichtet, um die Kliniken zu entlasten. „Dadurch können
sich die Klinikstandorte Baden und Mödling auf ihre Kernaufgaben
konzentrieren, die insbesondere die hochspezialisierte Behandlung im
klinischen Bereich umfassen“, sagte Landesrat Kasser, der auch
betonte: „Die Gefäßchirurgie wird am Standort Baden ausgebaut, die
Abteilung für Neurologie von Mödling nach Baden verlegt und
erweitert, um Synergien optimal zu nutzen, und die Urologie wird nach
Mödling verlegt, wo sie ab 2027 mit einer modernen
roboterchirurgischen Einheit ausgestattet sein wird, die sowohl
Patientinnen und Patienten als auch Mitarbeitende entlastet.“
Das Universitätsklinikum Wiener Neustadt wird künftig noch enger
mit dem Klinikstandort Hochegg zusammenarbeiten. Auf diese Weise wird
viel spezialisiertes medizinisches Wissen aus Hochegg und Wiener
Neustadt vereint, etwa durch die Bündelung der Akutpulmologie in
Wiener Neustadt. Am Standort Hochegg bleibt das Zentrum für
Neurologische Frührehabilitation ein wesentlicher Bestandteil der
Versorgung in der Thermenregion. Zusätzlich wird die onkologische
Versorgung ausgebaut.
Im Landesklinikum Baden wird bereits seit Anfang des Jahres die
Onkologische Ambulanz vom Team der Inneren Medizin III – Hämatologie
und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Wiener
Neustadt betreut. Insbesondere die neue Zusammenarbeit in der
ambulanten onkologischen Versorgung zwischen den beiden Standorten
sichert langfristig die Versorgung und bündelt die Expertise. „Die
Stärke dieses Modells liegt darin, dass wir nicht mehr als zwei
getrennte Abteilungen arbeiten, sondern als ein gemeinsames
onkologisches Team mit gebündelter Expertise. Zwei Standorte, ein
Team – durch die Bündelung unserer Erfahrung, Spezialisierungen und
unseres Fachwissens können wir die Versorgungsqualität für unsere
Patientinnen und Patienten weiter verbessern“, betonte Primaria
Birgit Grünberger.
Aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden
Lebenserwartung nimmt die Zahl der Krebserkrankungen stetig zu. Um
Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen, setzt
Niederösterreich dabei auch auf ein gemeinsames Tumornetzwerk. „Seit
Ende 2025 sind alle niederösterreichischen Klinikstandorte an ein
zentrales hämatologisches Tumorboard angebunden, das die Expertise
unserer Medizinerinnen und Mediziner in diesem Fachgebiet vereint und
standortübergreifend eine hochwertige onkologische Behandlung für
unsere Patientinnen und Patienten ermöglicht. Zukünftig soll für alle
Krebserkrankungen beziehungsweise Krebsarten ein ähnliches Vorgehen
etabliert werden“, freute sich Elisabeth Bräutigam, Vorständin der
Landesgesundheitsagentur (LGA), über die ersten Erfolge des
Netzwerks. Dass diese standortübergreifende Vernetzung über alle
Tumorarten hinweg funktionieren kann, zeigt das Tumorboard
Thermenregion, das bereits seit März 2025 alle Tumorarten in einem
großen Tumorboard vereint.
„Auch innovative Versorgungskonzepte tragen wesentlich zur
Verbesserung der medizinischen Betreuung bei: Neben der modernen
Roboterchirurgie erweitern telemedizinische Angebote wie ‚HerzMobil‘
sowie neue digitale und vernetzte Behandlungsformen die Möglichkeiten
für Patientinnen und Patienten nachhaltig“, betont Silvia Bodi,
Geschäftsführerin der Gesundheit-Thermenregion-Gesellschaft. Darüber
hinaus werden die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hinterbrühl sowie
die Versorgung älterer Menschen durch den gezielten Ausbau von
Akutgeriatrie- und Remobilisationsangeboten in der Region weiter
gestärkt.
Nähere Informationen beim Medienservice der NÖ
Landesgesundheitsagentur unter E-Mail medienservice@noe-lga.at , bzw.
beim Büro LR Anton Kasser unter 0676/81212345, Jan Teubl, MSc (WU),
und E-Mail jan.teubl@noel.gv.at