Wien (OTS) – Greenpeace begrüßt den Schritt der österreichischen
Bundesregierung,
die Mehrwertsteuer auf ausgewählte gesunde und umweltfreundliche
Lebensmittel zu senken. Diese Maßnahme kann dazu beitragen, die
Haushalte zu entlasten und eine ausgewogene Ernährung zu fördern.
Gleichzeitig kritisiert die Umweltschutzorganisation, dass
pflanzliche Drinks, etwa aus Soja und Hafer, noch weiter
diskriminiert werden. Während Kuhmilch künftig mit knapp fünf Prozent
besteuert wird, bleiben pflanzliche Drinks bei 20 Prozent – sie sind
nicht in der Liste der begünstigten Produkte enthalten. Dadurch
verschärft sich der Preisunterschied weiter.
Ursula Bittner, Wirtschaftsexpertin bei Greenpeace Österreich: „Die
Steuersenkung auf ausgewählte gesunde und umweltfreundliche
Lebensmittel ist ein richtiger Schritt, doch die Ausgestaltung greift
eindeutig zu kurz. Es ist unverständlich, dass pflanzliche Drinks
weiterhin mit 20 Prozent besteuert werden, obwohl sie zu einer
ausgewogenen Ernährung beitragen und klimafreundlich sind. Wer sich
für ein Hafer- oder Sojadrink entscheidet, wird steuerlich
schlechtergestellt. Eine zukunftsorientierte Ernährungspolitik, die
Wahlfreiheit garantiert, muss diese Produkte zumindest
gleichbehandeln.“
Pflanzliche Drinks machen bereits rund 9,4 Prozent des
Trinkmilchmarktes aus – mit stark steigender Tendenz – und sind damit
ein fester Bestandteil der österreichischen Ernährung. Viele
Konsument:innen greifen aus geschmacklichen, gesundheitlichen,
ökologischen oder ethischen Gründen zu pflanzlichen Drinks. Zudem
stammen Rohstoffe wie Soja und Hafer teilweise auch aus der
österreichischen Landwirtschaft und werden hierzulande angebaut.
Greenpeace fordert daher, pflanzliche Drinks in die reduzierte
Mehrwertsteuer aufzunehmen und damit Wahlfreiheit, Klimaschutz und
regionale Wertschöpfung gleichermaßen zu stärken.