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NEOS: Das permanente „Nein“ der Gewerkschaft ist entlarvend, hilft aber niemandem

Wien (OTS) – „Dass sich ausgerechnet der oberste
Christgewerkschafter, der der
größte Bremsklotz für jede Reform im Bildungsbereich ist, über
fehlende Konzepte und Pläne im ,Plan Zukunft’ von Christoph
Wiederkehr beschwert und ihm pathetische Ankündigungspolitik
unterstellt, ist schon eine ziemliche Chuzpe“, sagt NEOS-
Bildungssprecherin Martina von Künsberg Sarre. „Würde die
Lehrergewerkschaft nicht permanent alles schlechtreden und gegen den
Minister kampagnisieren, sondern konstruktiv an Lösungen mitarbeiten,
wären wir der guten ,Zukunft’ im Bildungsbereich schon sehr viel
näher. Und würden alle Parteien nur halb so viel Reformwillen und –
kraft zeigen wie wir NEOS, wäre auch nicht jede Lehrplanänderung ein
riesiges Drama und hätten wir die sechsjährige Volksschule schon.“

„Österreich diskutiert seit Jahrzehnten über dieselben Probleme –
zu wenig Deutschförderung, zu wenig Chancengerechtigkeit, zu wenig
Durchlässigkeit. Jetzt liegt ein ambitionierter Plan am Tisch, und
die erste Reaktion ist schon wieder: Das geht nicht, das ist zu
kompliziert, das wollen wir nicht. Wer wie Kimberger jede Veränderung
reflexartig ablehnt, darf sich nicht wundern, wenn im Bildungssystem
nichts weitergeht“, sagt von Künsberg Sarre.

„Gerade bei zentralen Punkten wie der sechsjährigen Volksschule
oder neuen Fächern, die einer zukunftsorientierten Ausbildung
Rechnung tragen, braucht es endlich auch den Mut zur Umsetzung“, sagt
von Künsberg Sarre – und sie ergänzt: „Dass sich die Gewerkschaft bei
jeder Reform sofort bemüßigt fühlt, diese zu kommentieren, spricht
Bände. Entscheidend wäre, sich stärker an den Lösungen zu beteiligen.
Kimberger muss sich langsam auch die Frage gefallen lassen, ob er
wirklich noch im Sinne jener handelt, die er vertreten sollte, oder
nur den – für ihn offenbar bequemen – Status Quo verteidigt. Viele
Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich, dass Reformen im Bildungssystem
endlich angegangen werden. Das permanente, trotzige und reflexartige
‚Nein‘ wird uns dabei aber nicht weiterhelfen.“