Wien (OTS) – Die neue Länderprüfung der Internationalen
Energieagentur (IEA) hebt
aus Sicht von oecolution klar hervor, was viel zu wenig beachtet
wird: Österreich ist bei erneuerbarem Strom EU-Spitzenreiter.
Traditionell stark bei Wasserkraft und zuletzt auch beim Ausbau
der Solarenergie, wurden 2024 bereits rund 90 Prozent des
Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt. Positiv
hervorgehoben werden zudem der österreichweite Smart-Meter-Rollout
für intelligentere Stromnetze und mehr Flexibilität sowie der Ausbau
von Energiegemeinschaften.
Gleichzeitig weist die IEA auch auf langwierige
Genehmigungsverfahren hin. „Neue Windräder, Wasserkraftprojekte und
Stromleitungen werden durch Einsprüche von grünen NGOs über Jahre,
manchmal Jahrzehnte, verzögert“, kritisiert oecolution-
Geschäftsführer Christian Tesch. Das geplante Erneuerbaren-Ausbau-
Beschleunigungsgesetz müsse „den überbordenden
Einspruchsmöglichkeiten einen Riegel vorschieben“ , so Tesch.
Als Chance sieht oecolution, dass die IEA Österreich großes
Potenzial als künftige Wasserstoff-Drehscheibe Europas attestiert.
Der Bericht hebe die Nutzung bestehender Leitungen sowie die
strategische Lage Österreichs hervor. „Österreich fördert bereits
Elektrolyse- und Wasserstoffanlagen. Mit der geplanten Novelle des
Gaswirtschaftsgesetzes müssen nun auch die gesetzlichen Grundlagen
für das Wasserstoffnetz und die Umrüstung bestehender Gasleitungen
geschaffen werden“ , so Tesch.