Wien (PK) – Die Parlamentsdirektion setzt einen weiteren Schritt in
Richtung
Barrierefreiheit. Seit 2021 werden Website-News des Parlaments in
einfacher Sprache angeboten, jetzt kommt eine Hörfassung dazu –
mithilfe künstlicher Intelligenz (KI). Parlaments-News in einfacher
Sprache werden vom Text in ein Audio-Format übertragen. Ab 4.
November 2025 sind diese Audio-Artikel auf den Parlaments-Podcast-
Kanälen als Nachrichten aus dem Parlament in einfacher Sprache zum
Anhören abrufbar . Menschen mit Leseschwierigkeiten, aber auch
Menschen, die sich mit dem Sehen schwertun, können sich die News
anhören, statt sie zu lesen. Transparenz und Barrierefreiheit werden
damit weiter erhöht und die Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger am
parlamentarischen Geschehen wird erleichtert. Kooperationspartner bei
diesem Projekt ist „Das Kollektiv“. Das Unternehmen hat bei der
Umsetzung solcher Projekte vielfach Erfahrungen gesammelt und
erstellt Voice-Clones sowie Voice-Clone-Podcasts unter Verwendung
einer KI-Software des Unternehmens Eleven Labs.
Für die Hörfassung der Nachrichten aus dem Parlament in einfacher
Sprache wurde die Stimme des Sprechers des Parlaments Karl-Heinz
Grundböck geklont. Grundböck ist Leiter der Kommunikation der
Parlamentsdirektion. Die in einfache Sprache übersetzten Meldungen
werden mit seiner „geklonten“ Stimme binnen weniger Minuten in
gesprochene Sprache umgewandelt und unmittelbar darauf
veröffentlicht. Das ist bei rund 30 News pro Monat vor allem
personell alternativlos.
„Die KI ermöglicht es uns, dieses Angebot in konstanter Form zu
leisten, und verbessert den Zugang zu politischen Informationen“,
sagt Karl-Heinz Grundböck. Dabei gehe es jedoch nicht nur um das
Nützen der neuen technischen Möglichkeiten, sondern auch darum, „was
die Parlamentsdirektion darf“, erklärt Grundböck. Die
Entscheidungsgrundlage basiere auf dem Modell der Digital Governance.
Innerhalb dieser Entscheidungsfindung habe man alle
organisatorischen, rechtlichen und technischen Möglichkeiten erörtert
und geklärt. „Durch die Umsetzung des Projekts werden wir ein Mehr an
Barrierefreiheit und bessere Zugänglichkeit zu Informationen über
Parlament und Demokratie erreichen“, sagt Karl-Heinz Grundböck. (
Schluss) tl