Wien (OTS) – „Der heutige Ministerratsbeschluss ist ein Schritt, aber
noch keine
echte Gleichstellung“, erklärt PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer zur
schrittweisen Anpassung der Voraussetzungen für die Aktivpension von
Frauen bis 2033 an das Niveau der Männer. „Wir begrüßen das
Zugeständnis, sind aber noch nicht zufrieden – Frauen bleiben
weiterhin benachteiligt.“
Zuverdienst-Freibetrag: 40 Jahre sind zu viel
Kritik übt der PVÖ an der hohen Hürde beim steuerfreien
Zuverdienst: „34 Jahre Versicherungsjahre mit jährlichen Steigerungen
als Voraussetzung sind für viele Frauen unrealistisch – 30 Jahre
müssen reichen, und zwar auch für jene, die bereits in Pension sind“,
so Gerstorfer. Viele Frauen haben Kinder betreut, Angehörige gepflegt
und in Teilzeit gearbeitet und konnten die heute geforderten
Versicherungszeiten gar nicht erreichen.
PVÖ: Stellungnahme in Begutachtung kommt
In der Begutachtungsphase will der PVÖ daher konkrete
Nachbesserungen einfordern und nochmals deutlich machen, dass das
Pensionssystem Frauen nicht ein zweites Mal bestrafen darf. „Wir
werden nicht locker lassen, bis Frauen bei Pension und Zuverdienst
endlich fair behandelt werden“, betont Gerstorfer. (Schluss)