Wien (OTS) – Seit zwölf Tagen gehen im Iran erneut tausende Menschen
auf die
Straße. Ausgelöst durch den massiven Verfall der Landeswährung Rial,
haben sich die Proteste rasch zu einem offenen Aufbegehren gegen das
iranische Unrechtsregime entwickelt. Der SPÖ-Delegationsleiter im
Europäischen Parlament und außenpolitische Sprecher Andreas Schieder
zeigt sich solidarisch mit den Protestierenden und fordert eine klare
Haltung der EU: „Seit Tagen erreichen uns zutiefst beeindruckende
Bilder von Mut, Hoffnung und Widerstand aus dem Iran. Nach den brutal
niedergeschlagenen ‚Frauen, Leben, Freiheit‘-Protesten im Jahr 2022
erhebt sich die iranische Bevölkerung nun erneut gegen das korrupte
Mullah-Regime. Die Menschen im Iran zeigen uns damit, dass ihr
Widerstand trotz aller Repression nicht gebrochen ist. Viele Menschen
haben kaum noch etwas zu verlieren. Sie arbeiten oft in mehreren Jobs
gleichzeitig und dennoch reicht es nicht aus, um über die Runden zu
kommen. Der wirtschaftliche Absturz raubt einer ganzen Generation
jede Perspektive. Verantwortlich dafür ist eine korrupte Machtelite
des Mullah-Regimes, die das Land seit Jahren in den Ruin
wirtschaftet. Doch dieses Regime ist heute so geschwächt wie seit
Jahrzehnten nicht mehr. Nach den jüngsten militärischen Eskalationen
und dem zunehmenden Zerfall seiner regionalen Machtstrukturen steht
das iranische Regime immer isolierter da. Gerade deshalb ist es jetzt
so entscheidend, den Menschen im Iran beizustehen und diese Proteste
klar zu unterstützen. Wir erleben einen historischen Moment, wie es
ihn nur selten gibt – ein Zeitfenster, in dem echte Veränderung
möglich wird. Die Europäische Union darf in dieser Phase nicht
schweigen, sondern muss sich unmissverständlich auf die Seite der
mutigen Protestierenden stellen.“ **** (Schluss) jw/lw