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„WeltWeit“ zum Weltfrauentag: „Problemstelle Mann. Braucht es neue Rollenbilder?

Wien (OTS) – In einer Welt, in der der mächtigste Mann, der Präsident
der USA,
toxische Männlichkeit salonfähig gemacht hat, ist ein deutlicher
Anstieg an Frauenfeindlichkeit nicht überraschend. Mädchen sehen sich
immer öfter mit sexualisierter Gewalt und mit Hass im Netz
konfrontiert. „Patriarchat tötet“ ist auf einem Schild bei einem
Gedenkmarsch für die Opfer männlicher Gewalt zu lesen. Drei Frauen
wurden in Österreich allein seit Anfang des Jahres getötet. Vor allem
rechte Bewegungen verbreiten die alte Vorstellung von den
Geschlechterrollen, vielen jungen Burschen fehlen alternative
Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Im Rahmen des ORF-
Programmschwerpunkts zum Weltfrauentag (Details unter
https://tv.ORF.at abrufbar) berichten für die „WeltWeit“-Reportage
„Problemstelle Mann. Braucht es neue Rollenbilder?“ – zu sehen am
Freitag, dem 6. März 2026, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON –
Cornelia Primosch, Lena Hager und Isabella Purkart aus Frankreich,
Spanien bzw. den Philippinen.

Starker Mann – schwache Frau: Der „Maskulinismus“ ist eine neue,
reaktionäre Bewegung, die in Frankreich offiziell als Gefahr für die
Demokratie und Gleichstellung gesehen wird. Maskulinisten verbreiten
ihre weitgehend frauenfeindlichen Positionen bevorzugt online –
manche verdienen damit sogar ihren Lebensunterhalt. Cornelia Primosch
hat in Cannes den 33-jährigen Ryan Mehsein getroffen, der als
„Manfluencer“ Ratschläge für „echte“ Männer liefert. Doch
„Manfluencer“ können auch unmittelbar Schaden anrichten, wie im Fall
der Künstlerin Marion Séclin: Nach einem feministischen Video erhielt
sie 40.000 Hassbotschaften und Vergewaltigungsdrohungen.

Spanien ist Vorzeigeland in Sachen Gleichstellung. Lena Hager
besucht in einem Vorort von Sevilla einen Workshop für junge
Fußballspieler, in dem ein faires, kooperatives Männlichkeitsbild und
ein gleichberechtigter, respektvoller Umgang vermittelt werden.
Workshop-Leiter Juan Moreno will den Burschen neue Wege aufzeigen und
sie zu selbstständigem Denken erziehen. Für ein alternatives
Männlichkeitsbild setzt sich auch der Österreicher Jakob Horvat ein.
Im entspannten Umfeld Südspaniens bietet er sogenannte „Männer-
Kreise“ an, in denen es viel um den Kontakt zu den eigenen Emotionen
und um Männerfreundschaften geht. Auch die „Vaterrolle“ wird dabei
immer öfter zum Thema.

Auf den Philippinen sind die Rollenbilder oft noch klar verteilt:
Männer sorgen für das Einkommen, Frauen für den Haushalt und Kinder.
Doch die Mehrheit der zwei Millionen im Ausland Arbeitenden sind
inzwischen Frauen. Sie sind als Pflegekräfte, Hausangestellte oder im
Servicebereich tätig. Viele sehen ihre Familien nur selten. Damit
beginnt sich auch die traditionelle Rollenverteilung zu verändern.
Isabella Purkart besucht im Großraum Manila den vierfachen Vater
Alexander Caiña. Seit seine Frau in Dubai arbeitet, ist er für Haus
und Kinder verantwortlich. Was anfangs eine große Umstellung war, ist
heute Teil seiner täglichen Routine. Eine neue Erfahrung für
Alexander, der sich viele Jahre über seine Rolle als „Familien-
Ernährer“ definiert hat.