Wien (OTS) – „Maßnahmen, die den Strompreis senken, sind angesichts
der zuletzt
stark gestiegenen Strompreise dringend notwendig und ausdrücklich zu
begrüßen“, sagt Sigi Menz, Obmann der Bundessparte Industrie der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zum heute vorgestellten
Energiepaket der Bundesregierung.
Zielgenaue Entlastung für die Industrie rasch sicherstellen
Angesichts des für alle vorgesehenen Energiepreis-
Krisenmechanismus ist für die Industrie entscheidend, dass jene
Branchen, die im internationalen Wettbewerb stehen, zielgerichtet
unterstützt werden. „Industriestrompreis und Strompreiskompensation
müssen jetzt ohne weitere politische Verzögerungen und ohne Junktime
gesetzlich verankert werden, damit sie 2027 starten können“, betont
Menz. Die Unterstützung müsse rasch, wirksam und mit möglichst
geringem bürokratischem Aufwand bei den Unternehmen ankommen.
Strukturelle Reformen bleiben unverzichtbar
„Industriestrompreis, Strompreiskompensation und Energiepreis-
Krisenmechanismus sind wichtige Entlastungsinstrumente. Sie können
aber die noch ausstehenden Reformen des Strommarktes nicht ersetzen“,
so Menz. Ziel müsse ein dauerhaft wettbewerbsfähiger Zugang der
Industrie zu kostengünstigem Strom sein. Das sei angesichts der
geopolitischen Realitäten ebenso notwendig wie mit Blick auf die
erforderliche Budgetdisziplin.
Keine Schlechterstellung gegenüber Deutschland
Die WKÖ-Bundessparte Industrie lehnt jedoch weiterhin eine
Übererfüllung von EU-Vorgaben ebenso ab wie Schlechterstellungen
österreichischer Unternehmen im Vergleich zu anderen EU-Staaten wie
Deutschland. „Nur rasche, treffsichere und unbürokratische Maßnahmen
sichern Wettbewerbsfähigkeit, Standort und Beschäftigung“, so
Bundessparte Industrie-Obmann Menz abschließend. (PWK442/JHR)