Wien (OTS) – Der vergangene Hitzesommer hat einmal mehr gezeigt, wie
dringend
notwendig Investitionen in die Zukunft sind. GRÜNE und SPÖ setzen
ihre Zusammenarbeit in Währing fort und haben sich in einem
gemeinsamen Arbeitsübereinkommen auf konkrete Projekte für einen
klimafitten, sozialen und lebenswerten Bezirk verständigt. Im
Mittelpunkt steht die Neugestaltung des Aumannplatzes. Vereinbart
wurden darüber hinaus Investitionen in Schulen und Kindergärten,
Hitzeschutz, Grünraum und weitere Projekte im öffentlichen Raum.
Währing ist ein Bezirk mit hoher Lebensqualität, doch auch hier
machen sich die Auswirkungen der Klimaerhitzung zunehmend bemerkbar –
ganz besonders in den dicht bebauten Teilen des Bezirks: Hitzewellen
ab Juni legen den Unterricht in den Schulen lahm, Tropennächte lassen
die Menschen nicht schlafen, Trockenheit über Monate setzt den Bäumen
zu und lässt die Pflegeaufwände für die Grünflächen explodieren.
Angesichts dieser Herausforderungen ist Handeln dringend geboten.
GRÜNE und SPÖ haben in den vergangenen Jahren bei zahlreichen
Projekten im Bezirk gut und verantwortungsvoll zusammengearbeitet, um
Währing zukunftsfähig und lebenswert für alle zu gestalten – und
werden das auch weiterhin mit aller Kraft tun. In einem
Arbeitsübereinkommen haben sich die beiden Fraktionen auf konkrete
Vorhaben für die kommenden Jahre verständigt.
Ein zentraler Bestandteil dieses Übereinkommens ist die
Neugestaltung des Aumannplatzes als klimafitter und attraktiver Platz
für alle: „Die nun vorliegende Planung für den Aumannplatz bringt
mehr als 25 neue Bäume auf den Platz – die wirksamsten Klimaanlagen
für die Stadt. Es werden mehr als 450 m2 zusätzlich entsiegelt,
Fußgänger*innen-Zone und Parkwege werden hell gepflastert – all das
sind wirksame Maßnahmen gegen die sommerliche Hitze. Und gerade nach
diesem Sommer sollte uns allen klar sein, wie wichtig das ist“, meint
Bezirksvorsteherin Silvia Nossek.
Fußgänger*innen-Zone, Fahrbahnanhebungen und Gehsteigvorziehungen
bringen mehr Verkehrssicherheit – für ältere Menschen, für die vielen
Kinder und Jugendlichen auf ihrem Schulweg, für alle, die hier zu Fuß
unterwegs sind. Und die vielen Sitzmöglichkeiten, eine moderne
Beleuchtung und eine neue WC-Anlage sorgen zusätzlich dafür, dass Zu-
Fuß-Gehen und Aufenthalt am Platz angenehmer werden.
Die notwendige Änderung der Verkehrsorganisation ist
vergleichsweise gering: Der Autoverkehr wird nicht mehr rund um den
Platz geführt, sondern in beiden Richtungen über die Gentzgassen-
Seite. So kann er im Wesentlichen fahren wie bisher – auch über die
Währinger Straße weiter Richtung Gürtel und Innenstadt – braucht aber
deutlich weniger Platz.
Michael Trinko, Gemeinderat und Vorsitzender der SPÖ Währing:
„Der Aumannplatz ist für uns kein Einzelprojekt, sondern eines der
zentralen Projekte unseres Arbeitsübereinkommens. Wir wollen einen
Platz für alle schaffen: für Alt und Jung, für konsumfreien
Aufenthalt und einen Kaffee im Schanigarten, mit sicheren Schulwegen,
barrierefrei und ohne Angsträume. Gleichzeitig haben wir uns auf
weitere konkrete Projekte für Währing verständigt. Damit setzen wir
unsere Zusammenarbeit fort und übernehmen gemeinsam Verantwortung für
die Menschen im Bezirk.“
Zusätzlich zum Aumannplatz haben GRÜNE und SPÖ im
Arbeitsübereinkommen weitere Projekte für die kommenden Jahre
vereinbart. Die Gestaltung des öffentlichen Raums, der Straßen,
Plätze und Parkanlagen, ist den beiden Fraktionen dabei genauso
wichtig wie die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit und
Investitionen in die Schulen und Kindergärten im Bezirk: „Die Frage
kann nicht sein, ob wir in den öffentlichen Raum, in Bäume auf
unseren Straßen, gut gepflegte Parks und Spielplätze investieren ODER
in Schulen und Kindergärten. Wir müssen beides tun – und wir haben in
den vergangenen Jahren auch immer beides getan. Das eine gegen das
andere auszuspielen, wird den vor uns liegenden Herausforderungen
nicht gerecht“, so Raphaela Veit, Klubvorsitzende der GRÜNEN Währing.
Für das kommende Jahr ist bereits die Herstellung einer
Außenbeschattung für die Volksschule Bischof-Faber-Platz geplant. Und
auch die Kindergärten in der Gersthofer Straße und in der
Paulinengasse werden mit Hitzeschutz ausgestattet. Dazu kommt ein
notwendiger Heizungstausch in der Volksschule Klettenhofergasse – die
Planung für eine Umstellung auf erneuerbare Energie, thermische
Sanierung und die Sanierung des Schulhofs nach allfälligen Geothermie
-Bohrungen läuft.
Dazu kommen die Fortsetzung des Programms zur Sanierung der
Ballspielanlagen und die Errichtung einer neuen Langrutsche im
Pötzleinsdorfer Schloßpark – werden doch Währings Parkanlagen von den
Schulen gerne und intensiv für Freizeiteinheiten und
Nachmittagsbetreuung genutzt.
Marcus Altmann, Klubvorsitzender der SPÖ Währing, abschließend:
„Es ist Zeit, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und konstruktiv
für die Menschen im Bezirk zu arbeiten. Das tun wir seit geraumer
Zeit und das werden wir auch weiterhin tun. Denn destruktives Dagegen
-Sein, wie es manche anderen Parteien immer wieder praktizieren,
bringt uns bei der Gestaltung der Zukunft nicht weiter. Entscheidend
ist für uns, dass aus politischer Zusammenarbeit konkrete
Verbesserungen für die Menschen in Währing entstehen.“